Spurnullbahner

Anna-Ebert-Brücke in Magdeburg

Es war einmal

Eine Nachbildung der Anna-Ebert-Brücke (ehemals Lange Brücke) über die Alte Elbe in Magdeburg ist Teil einer Straßenbahnanlage (leider aus Platzmangel unvollendet). Die Brücke ist allerdings auf Grund der Platzverhältnisse nur mit 5 anstatt der 11 im Original vorhandenen Bögen ausgestattet.

Die Gestaltung der Brücke erfolgte durch Emil Hundrieser und Ernst Habs. Zahlreiche Figuren, Landeswappen, Tierkreiszeichen und Obelisken befinden sich auch heute noch an der Brücke (Zustand von ganz gut bis ganz übel). Um die Figuren hat sich ausschließlich Ernst Habs gekümmert.

Bauzeit: 1880 bis 1882



Siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Anna-Ebert-Br%C3%BCcke



Südseite der Anna-Ebert-Brücke bei Niedrigwasser



Die Nordseite oder auch Schattenseite:



Unten: mit wunderschönen Figuren und Obelisken versehen ... Leider haben die Weltkriege, der Zahn der Zeit und der starke Verkehr über die Brücke schlimme Spuren hinterlassen. Ein Neubau parallel zur alten Brücke soll Entlastung bringen.



Das 125-jährige Jubiläum hat keinen interessiert. Deshalb habe ich 2007 einige Bilder geschossen und ein verkleinertes Modell nachgebaut (Fotos weiter unten). Aber es naht ja das Jahr 2017 ... und ein neues Jubiläum. Und dann werden bestimmt die Schlusssteine der Bögen auch erneuert.









Ist das nicht eine wunderbare Frisur? Im oberen Bereich der Brücke wurden die kriegsbedingten Schäden einfach durch einige Lagen  Ziegel-Mauerwerk wieder ausgeglichen.



Ein Blick in die Brückenbögen von unten.






Südseite mit Blick in Richtung Osten. Mit einer Anglerhose könnte man bestimmt die Alte Elbe durchlaufen. Aber wer weiß, was da so alles drin liegt.


Endlich!

In Magdeburg tut sich was und auch noch richtig Gutes. Die Anna-Ebert-Brücke wird saniert. Die Sanierung begann 2016 und wird Stück für Stück fortgesetzt (Link 1 und 2). Ich freue mich sehr, dass dieses Bauwerk nicht einfach platt gemacht wird.  Das ist gut investiertes Geld ... auf jeden Fall 100 mal sinnvoller als ein G20 Gipfel für 100 Millionen Euro. Im 3. Link ist eine Animation des Brückenneubaus parallel zur alten Anna-Ebert-Brücke zu sehen. Der Neubau soll lt. Magdeburger Volksstimme Ende 2020 fertig sein. Die Kosten sind mit ca. 60 Mill. Euro veranschlagt. Viel Glück! Und sollte es das Jahr 2022 werden, dann ist das auch kein Beinbruch, dann kann die Stadt Magdeburg das 130-jährige Jubiläum der Brücke feiern.

Link 1 und Link 2

Vorstellung des Bauprojektes HIER

Von einem Besuch im Sept. 2018 in meiner alten Heimat habe ich u. a. einige Fotos von der Baustelle an der Anna-Ebert-Brücke mitgebracht.





Ein Gesamtüberblick auf der Südsseite der Brücke.



Die Obelisken wurden fein abgedeckt. Links und rechts sind schon neue helle Sandsteinelemente zu erkennen.





Der Wasserfluß wurde quasi auf der Alten Elbe durch einen Damm unterbrochen. OK, bei Hochwasser würde hier einiges schiefgehen, aber vielleicht wurde ja sogar an der Abzweigung im Oberlauf ein Damm aufgeschüttet. Ich weiß es nicht. Wäre ich doch nur einmal dort hin gefahren bzw. gelaufen.



Die Straßenbahn fährt im Schritttempo über die Brückenbaustelle.









Es ist noch viel zu tun, aber man erkennt schon sehr gut, was es werden soll.


Das Modell:


Auf der Brücke befindet sich gerade ein KSW-Zug (TW 7 und BW 243). Noch fehlt die Elektrifizierung, um einen echten Bügelbetrieb zu ermöglichen.


... und natürlich ist auch der Bogen der Brücke nachgebildet.


... und es gibt auch Figuren und Wappen (meine Tochter Christina hat hierbei sehr gut geholfen ... die "Kreative" aus der Familie).



... hat da jemand sein altes Motorrad entsorgt? Oder war es vielleicht ein Unfall mit einem ungewollten Sturz in die Alte Elbe. Jedenfalls rostet es schön vor sich hin.





In der Abenddämmerung bringt der "Sandstein" eine angenehme Atmosphäre ins Spiel.

Der Schlussstein Mars ...


In der Bauphase waren noch "Atrappen" an den Säulen in Form von ausgeschnittenen Schwarz-Weiß-Kopien zu sehen.



Wie beim Vorbild fahren natürlich auch moderne Straßenbahnfahrzeuge über die betagte Brücke.

Update v. 24.09.22:

Der Wiederaufbau meiner Spur-0-Anlage ist ja nun auch schon einige Wochen her. Noch länger her ist die Planung für eine "Rekonstruktion" des Straßen- und Wegebelages und der Einbau von Rillenschienen. Ziel ist es, den Umbau bis Mitte 2023 fertigzustellen.

Der aktuelle Zustand (ohne Geländer):



Im Bild oben ist der historische TW 23 mit BW 352 auf Sonderfahrt ("S") zu sehen.

Für den Fußweg werden gelaserte Platten verbaut (mit Struktur). Für die Straße wurden verschiedene Formen gebaut, um mit Hilfe von 2-Komponenten-Flüssigresin entspr. Bauteile für die Pflasterung zu gießen.



20.11.2022

Baubeginn der Brückensanierung

Zunächst muss der alte Belag der Fußwege und des Schienenbereiches zurückgebaut werden.






Im vorderen Fußwegbereich wurde leider zuviel abgerissen. Da hat wohl die Kommunikation zwischen Architekt und Bauleiter nicht geklappt ... und schon haben sich die Baukosten um 1 Mio. Euro erhöht. Na ja, die Baukosten werden doch eh nicht eingehalten ... hihi.

Wie geht es weiter?

In den nächsten Tagen, wenn das Wetter mitspielt, werden die alten verschlissenen Schienen inkl. Schwellung zurückgebaut.

21.11.22

Die Gleise sind zurückgebaut.



Jetzt muss man genau überlegen, wie der Untergrund für die Gleisanlage in der Höhe neu aufgebaut werden muss. Ziel ist es, die Einbauhöhe der Schienen so zu wählen, dass der spätere Aufwand für die Fußwege möglichst gering ist. Jetzt hat man noch alle Möglichkeiten. Eine Skizze könnte helfen.

Bei der Betrachtung des Fotos ist mir aufgefallen, dass für die Schiffahrt (fiktiv) Durchfahrsignale fehlen. Es kann wegen der Wassertiefe immer nur eine Richtung und auch nur durch die Mitte geschippert werden. Hier muss später mal dran gedacht werden. Tja und dann wäre es gut, wenn sich der Dampfer mal vom Acker macht ... die Baustelle ist keineswegs staubfrei!

Die Vorbereitung des Untergrundes:

Vorher:



Die Distanzstücke aus Pappe hatte ich mit Holzkaltleim angeklebt ... das Entfernen war doch recht mühsam. Ja man hätte auch einen Bandschleifer nehmen können. Das hätte aber eine wahnsinnige "Sauerei" ergeben.

Nachher:



Jetzt kann bereits mit dem Gleisaufbau begonnen werden (hoffentlich fehlt kein Material!).

Für die Rillenschienen wird ein Peco-Gleisprofil mit Code 124 verwendet, welches eine Bauhöhe von 3,15 mm hat. Dieses Profil passt zu den anderen verbauten Schienen noch am besten.

Siehe hier: www.nullbahn45.com/2014/03/gleise-schienen-und-profilhohe.html

Skizze? Schon erledigt. Die seitlichen Brettchen haben eine Höhe von 5 mm. Das soll die OK Straße (Schiene) werden. Das bedeutet dass nach Abzug der Schienenhöhe (3,15 mm) etwa 2 mm unterfüttert werden müssen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten ... finnische Holzpappe oder Kupfer-Leiterplatten oder ...

Es wird wohl die Holzpappe werden, weil noch vorrätig. Eine Dicke von 1,5 mm reicht aus, weil ja noch Messingstreifen für die Befestigung der Profile mit einer Dicke von 0,5 mm hinzukommen. Das ist der Plan.

Ups! Denkfehler! Das wäre jetzt fast schief gegangen. Ausgangspunkt ist die alte Höhe des Bürgersteiges (12 mm ü. OK Sohle Brücke). Von da aus muss alles heruntergerechnet werden. Wenn nicht, passt das Geländer nicht mehr zum Bürgersteig. Das bedeutet, dass sich das Schienenprofil (UK) 5,0 mm über OK Brückensohle sein muss (Die Skizze spare ich mir an dieser Stelle, aber sie hat jetzt die richtigen Maße).

23.11.22:

Der Unterbau für die Gleisprofile wird 2-lagig aus finnischer Holzpappe hergestellt.



Durchbrüche für Kabel werden einfach mit einem Locheisen hergestellt.



Die erste Lage ist erledigt. Es folgt die 2. Lage, wenn der Kleber ausgehärtet ist.

Für die Montage der Schienenprofile werden Gleislehren verwendet (Teile vom privaten 3D-Drucker).



Zwei Stück hatte ich schon mal gedruckt. Zwei sind gerade auf dem Drucker fertig gewurden.

24.11.22

Für die Gleisverlegung wollte ich keine kupferbeschichteten Leitenplatten verwenden, weil die Kupferschicht mittlerweile so dünn ist, dass ich befürchte, dass die Profile nicht so gut auf den Platten halten werden. Dann wollte ich Mesingstreifen (8 bis 10 mm breit) aus der Restkiste verwenden. Aber auch das habe ich heute verworfen. Die Befestigung der L-Messingprofile macht doch eine Menge Arbeit und ob man das immer alles so gleichmäßig hinbekommt, wer weiß. Also habe ich eine neue Idee entwickelt. Ein Befestigungsteil als 3D-Druck, welches sowohl das Schienenprofil, als auch das L-Profil (immer im gleich Abstand) aufnimmt. Es hat einige Versuche gekostet, aber jetzt ist das erledigt.

Ach so, das Teil unten wird noch quer durchgetrennt. Es sind eigentlich 2 Befestigungsteile.



Links im Bild oben ist das eingesetzte Messungprofil gut zu erkennen.

Die Rille wird praktisch durch das Schienen- und Messingprofil (L-Winkel 2 x 3 mm) seitlich begrenzt. Unten ist bei ca. 1,5 mm unterhalb der OK Profil der "Boden" der Rille zu erkennen.

Neben den Befestigungsteilen muss natürlich das Rillenprofil auch noch eine Unterfütterung bekommen. Alles andere würde komisch aussehen. Hier ein Testaufbau:



Die "Unterfütterung" wird natürlich nicht auf dem 3D-Drucker hergestellt (viel zu teuer). Entsprechende Holzleisten sind viel günstiger zu haben (z. B. bei architekturbedarf.de).

Wenn das bei der Montage auf der Brücke auch so gut klappt, dann hat sich der Aufwand gelohnt.

Das schöne an der Sache ist, dass ich die Spezialteile auf meinem Drucker selbst herstellen kann. Filament (z. B. bronzefarbenes PLA, man könnte auch Schwarz nehmen) habe ich noch und Strom ist auch noch in der Leitung.

Die Befestigungteile können schnell mit dem CAD-Zeichenprogramm angepasst werden, wenn ich später mal Teile für den Rest der Anlage benötige (auch für Kurven).

Die Befestigung der Teile ist im Grunde frei wählbar (kleben, schrauben, nageln, ...).

Die finale Universal-Befestigungsplatte für Schienenprofile sieht so aus:



Dieses Teil ist spezifiziert für Peco-Profile mit Code 124 und Messing-L-Winkel 2 x 3 mm. Durch den speziellen Aufbau werden die Profile sicher gehalten, so dass ein Spurmaß von 32 mm (+/- 0,1 mm) eingehalten wird. Wenn man will, könnte man für Kurven sogar das Profil anpassen (Bauteil mit Radien versehen). Alternativ könnte man das Bauteil auch schmaler gestalten und dafür mehr Teile in einer Kurve verbauen (müsste man dann später mal testen).

26.11.22

Die ersten Meter Gleis sind verlegt. Es hat so funktioniert, wie in der Theorie geplant. Jetzt gehen die Bauarbeiter erst einmal ins Wochenende (auf deutschen Autobahnen ruht der Baubetrieb am Wochenende ja auch meistens).



.. na ja für eine gute Zusatzbelohnung und einen Kasten Bier haben sich doch noch einige Bauarbeiter gefunden und die Lücke am Südgleis gemeinsam geschlossen. Jetzt kann die Straßenbahn die berufstätige Bevölkerung wenigstens im Wendezugbetrieb zur Arbeit bringen.



... das rollt schon richtig gut. Ja natürlich ist das eine Langsamfahrstelle. Ist doch klar.

Es fehlen noch 14 ... 15 Schienenbefestigungen für das Nordgleis. Die werden morgen gedruckt, so dass in der nächsten Woche weiter gebaut werden kann. Bis jetzt läuft alles nach Plan.

28.11.22

Das Nordgleis ist verlegt und verkabelt. Testfahrt perfekt verlaufen.



Interessehalber wurde schon mal ein Testaufbau eines Fußweges ausprobiert. Das sieht sehr gut aus. Die geplante Bauhöhe wird errreicht. Den Bordstein von Real Modell kann man auch senkrecht einbauen.



Die gelaserten Fußwegplatten sehen doch schon ganz gut aus ... deutlich besser als das bedruckte Papier oder? Das "Pflastern" hat richtig viel Arbeit gemacht.

Zum Ausprobieren wurde ein altes Stück "Straßenpflaster" genutzt. Wird natürlich später ein strukturiertes Resin-Gussteil sein.



Wie geht es weiter? Wenn die Messing-L-Winkel (3 x 2 mm) geliefert werden (es gibt mal wieder Lieferprobleme), können die Rillen gebaut werden.

Testaufbau mit einem Reststück Messing-L-Winkel 3 x 2 x 500 mm:



Zwei Dinge sind dabei wichtig: ein 1 m langes Profil lässt sich schlecht handeln. So ca. 50 cm ist eine gute Länge. Die Befestigung ist einfach: das Profil in die vorbereitete Lücke einschwenken und in Position bringen (auf Winkligkeit achten), dann wird mit einem mittelgroßen Lötkolben ein 5 mm breiter Messingblechstreifen (ca. 0,5 mm dick) einfach auf die Befestigungslasche gepresst, bis das PLA leicht schmilzt. Ca. 10 bis 15 Sec. warten, bis es fest wird und den Messingstreifen entfernen. Kein Kleben, kein Schrauben, kein gar nichts.

Die Rille

Ja es ist wahrscheinlich von Vorteil, wenn die Unterfütterung (Rillenboden) vorher eingebracht wird. Leider ist die Lieferung der Holzstreifen noch nicht da.

Die Rille ist ca. 2 mm breit. Ein Normradsatz hat zur innenliegenden Begrenzung durch das L-Profil auf jeder Seite ca. 0,5 mm Spiel.

Man könnte doch mal versuchen, eine gewachste Baumwollschnur (Kordel) in die Rillen einzuarbeiten. In der Restekiste lag noch ein gutes Stück Schnur.
Wauh, das geht schnell und sieht auch gut aus und preiswert ist es auch noch (die Kiefernleiste 2 x 2 mm kostet ca. 0,45 € je Meter; die Schnur kostet 0,42 € je Meter). Habe gleich mal 20 m bei Ibäh in Braun bestellt.
Die Schnur habe ich einfach nur in die Lücke eingelegt (ohne Klebstoff).

Ein Zuspachteln der Rillen ist mir ehrlich gesagt zu zeitraubend. Gehen tut das natürlich auch. Dazu könnte man sich eine Walze auf dem 3D-Drucker herstellen, um eine gleichmäßige Rille zu formen. Das größere Problem dabei ist, die Spachtelmasse in die Lücke zu bekommen. Aber ohne Nacharbeiten (Abschleifen überflüssiger Spachtelmasse) wird man da bestimmt nicht auskommen.



Ich vergaß zu erwähnen, dass bei meiner Bauweise die Oberkanten des Schienenprofils und des Messing-L-Winkel auf einer Höhe sind (+/- 0,1 mm ... wenn überhaupt).

Beim Kauf der L-Profile muss man darauf achten, dass die Wandstärke nicht 0,5 mm sondern möglichst 0,4 mm beträgt. Ja da gibt es Unterschiede ... je nach Hersteller. Die Profile mit der geringeren Wandstärke kann ich in meine gedruckten Schienenprofilhalterungen richtig gut einklicken. Mit wenig Übung ist das Verlegen der L-Profile schnell erledigt.

Die Farbgebung der Schienenrillen

Das ist eine schwierige Angelegenheit. Die Modelleisenbahner haben es da ein wenig einfacher ... sie nehmen ROST bzw. eine Rostfarbe. Bei der Straßenbahn sieht das völlig anders aus. Bei regem Verkehr sind die Oberkanten der Profile oft blank gefahren, wenn auch der Autoverkehr drüber rollt. Testen, testen, ...

Zunächst einmal habe ich ein kleines Stück ausprobiert und gemerkt, dass die Rillen doch lieber mit Holzprofilen gefüllt werden sollten (hier 1,5 x 2 mm). Mein erster Farbgebungsversuch wurde mit "Erdfarbe" gestartet. Damit könnte man einen gewissen Verschmutzunggrad der Rillen nachbilden. Das Erscheinungsbild hängt ja auch davon ab, welches Wetter gerade herrscht! Hat es geregnet oder sind draußen 30 Grad C. im Schatten und alles furztrocken.





Vielleicht fällt mir noch was Besseres ein .... im Internet findet man leider auch nichts zum Thema Farbgebung von Rillenschienen bei Straßenbahnen.

Morgen am 01.12.22 wird der restliche Teil farblich bearbeitet und dann kann ja auch schon bald "gepflastert" werden. Die Gießformen liegen schon bereit. Die Pflasterung wird nicht mit einer Modelliermasse und einer Profilwalze hergestellt. Die Profilwalze, die man bei Modellbahn Union kaufen kann, hat meiner Meinung nach eine zu kleine Pflasterstruktur. Nach Abzug der bau-/normbedingten zusätzlichen Rillenbreite beim Modell (beim Original deutlich schmaler) sollten zwischen den Profilen 5 bis 6 Pflastersteine zu sehen sein (beim Original 6 bis 7 Steine).

07.12.22:

Der erste Gießversuch ist leider nicht so gut gelungen. Da sind mir ehrlich gesagt doch zu viele Lunker vorhanden. Mal sehen, ob der 2. Versuch besser gelingt. Ja das könnte man nacharbeiten ....



Wahrscheinlich war es im Raum zu kalt und auch die Resinflaschen waren nicht wirklich warm.
Also Heizung hochgedreht, Harz und Härter schön erwärmt auf 24 °C und die Tipps im Internet beherzigt, dann sollte es doch besser klappen.

08.12.22:

Die gegossenen Resinteile sind fast fertig (mit der Übung wurde es immer perfekter). Fast ein Liter PUR-Resin wurde verbraucht (500 g Gießharz und 500 g Härter).
Als nächstes müssen eventuelle Überstände einfernt werden und dann erfolgt die Vorbereitung auf die Lackierung. Resin muss gründlich mit warmen Seifenwasser gereinigt werden. Ein Anschliff mit feinstem Schleifpapier ist auch hilfreich, damit die Farbe später gut haftet und eine Grundierung mit Resin-Grundierung von AK empfehle ich ebenfalls. Erst dann kann mit der eigentlichen Gestaltung der Pflasterplatten begonnen werden. Also man braucht viel Geduld und Zeit.

Was mich ein wenig ärgert, ist die Tatsache, dass man gleich eingefärbtes Resin in der entspr. Farbe hätte benutzen können. Damit würde man schon mal einen grauen Grundton (Anthrazit ist auch gut) für die Pflasterung herstellen können, auch wenn Pflastersteine nie nur grau sind. In der Natur sind sie nie monochrom.

In früheren Zeiten waren die Pflastersteine ja aus Granit, Granodiorit, Gneis, Rhyolithe, Basalt, Melaphyr oder Grauwacke. Und dann gibt es noch die berühmten Pulsnitzer Pflastersteine ... hihi, die kann man nur essen, wenn sie nicht zu alt sind. 


(wird fortgesetzt)


Merker: Wenn der Fußweg aufgebaut wird, dann unbedingt an der Außenkante auf der Nordseite einen "Kabelschacht" für die Peitschenlampen mit vorsehen!!!


Anfang