Spurnullbahner

Arbeitstriebwagen 524

Daten vom Vorbild

Serie

TW 1 bis 100

Straßenbahnbetrieb

Magdeburger Straßen-Eisenbahn-Gesellschaft

Hersteller

Waggonfabrik Falkenried Hamburg

Baujahre

TW 1 bis 13:     1898
TW 14 bis 92:   1899
TW 93 bis 100: 1900

Spurbreite

1.435 mm

Motorleistung

TW 1 bis 13:       2 x 21 KW („Schnellläufer“)
TW 14 bis 100:   2 x 15 KW

Elektr. Ausrüstung

TW 1 bis 92: UEG
TW 93 bis 100: AEG

Bemerkungen

Später erfolgten diverse Umbauten der Triebwagen zu Arbeitstriebwagen, Beiwagen und geschlossenen Triebwagen

Historie des TW 12

Baujahr 1898
1934 Umbau zu ATW 524, Umzeichnung zu ATW 724 im Jahr 1960
Verschrottung im Jahre 1967, bis dahin Einsatz in der Hauptwerkstatt
Alter: fast 70 Jahre

 

Bilder vom Vorbild

(leider nicht frei verfügbar)

 

Daten vom Modell

Wagennummer

ATW 524

Ausführungsvariante

Mit Scherenstromabnehmer

Baujahr

2005

Maßstab

1 : 45

Spurbreite

32 mm

Bauweise

Handarbeitsmodell, Unikat, nach Zeichnung gebaut

Material

Geätzte Messingbleche 0,4 mm dick (Fa. Seamann),
Resin/Messingblech (Dach), Messing-Drehteile

Betriebsart

Digital (DCC-Decoder von Lenz)

Antrieb

Fahrzeug ist mit einem Faulhaber-Motor ausgestattet, beide Achsen über Schneckenzahnradantrieb angetrieben

Bemerkungen

Innen- und Außenlicht (2 Funktionen einzeln schaltbar) sowie mit Zusatzfunktion zum Anschließen eines "Schweißgerätes" (Nachahmung eines Schweißgerät-lichtes)

 
Bilder vom Modell



















Zum ATW 524 würde auch gut ein alter Schweißgerätewagen passen. Ein Foto ist im Straßenbahnarchiv Nr. 7 - Arbeits- und Güterstraßenbahn-Fahrzeuge vom Transpress-Verlag (1. Auflage / 1989) auf der Seite 92 zu sehen. Der Bildtext lautet: Magdeburg - Schweißgerätewagen Nr. 740, 1960 ex Abw Nr. 540, war bis 1978 in Betrieb; Schweißgerätewagen boten - wie dieser - selten einen schönen Anblick; aufgenommen um 1975 im Straßenbahnhof Nord.

Im selben Buch ist auf der Seite 59 ein geschlossener Arbeitstriebwagen mit der Nr. 514 zu finden. Der Bildtext lautet: Magdeburg - Arbeitstriebwagen Nr. 514, gebaut 1899; 1960 in Nr. 714 umnummeriert; aufgenommen im September 1957. Für einen solchen Arbeitstriebwagen hätte ich sogar noch die geätzten Bleche und das Dach auf Lager.

Hier ein kleiner Film von einer Testfahrt im Nov. 2019:



... und mit der Turmlore.

Update vom 06.08.2020:

Eine "Modernisierung" des Fahrgestells steht an. Die Slaters-Radsätze werden gegen neue Doppelspeichenradsätze ausgetauscht. In diesem Zusammenhang werden die Messinglagerhülsen von Slaters gegen Kugellager (2 x 5 x 2 mm) ausgetauscht.

Weiterhin bekommt das Fahrgestell neue Radlagerblenden und Vollelliptikfeder (was für ein Wort!), eine besondere Blattfeder-Bauform. Diese Vollelliptikfedern wurden z. B. früher auch bei Kutschen verwendet.





Rechts im Bild ein Restteil von einem Slater-Radsatz.



Die Radsätze sind mit den Kugellagern und den Haltern eingebaut. Jeder Lagerhalter wird von oben mit zwei M1,2 - Schrauben in Position gehalten. Die Rolleigenschaften sind sehr gut.





Die Veränderungen sind gut zu erkennen (Federung, Radlager, Räder). Aus meiner Sicht hat sich der Umbau gelohnt.

Nun folgt der Einbau des Fahrgestells inkl. Motor und Stromabnahme.

Der fast fertige Umbau:



Hallooo ... du musst noch den Stromabnehmer an die Oberleitung bringen.



Die Halter für die Kugellager schimmern weiß durch (das war eigentlich vorher klar ...). Das muss jetzt noch geändert werden. Ansonsten alles Ok. Die Probefahrt ist auch schon absolviert.



Das Video zeigt sehr deutlich, dass das Modell jede Gleisunebenheit mitnimmt. Die Teststrecke ist schon eine echte Herausforderung. Die Effekte werden durch den geringen Achsabstand noch verstärkt. Aber der ATW 524 landet nicht im Schotterbett, wenn es denn eins gäbe.