Spurnullbahner

Aufbaubeiwagen Gotha

 

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Aufbauwagen der Beiwagen-Serie 353 III bis 364 III (Gotha)

Da noch Laufgestelle der Beiwagen aus der Serie 307 II bis 366 II in der Schublade liegen, könnte man noch zwei Aufbau-Beiwagen bauen.

Es gab bei diesen Wagen unterschiedliche Ausführungen bezüglich der Form des Wagenkastens im unteren Bereich neben den Türen und bei den Türen selbst auch.

Gezogen wurden diese Beiwagen von ganz unterschiedlichen Triebwagen. In meiner Fotosammlung haben sich z. B. folgende Triebwagentypen gefunden: LOWA-, Hecht-, Nieskyer, Vorortbahn- und unterschiedliche Aufbauwagen.

Auf welchen Linien waren sie unterwegs? 1, 2, 3, 4, 5, 6, 12, 14 und 31 (muss nicht vollständig sein).

Steckbrief Beiwagen

  Daten vom Vorbild

Serie

BW 353 III bis 364 III

Straßenbahnbetrieb

ab 1938 Magdeburger Straßenbahnen AG (MSAG),
ab 1951 VEB (K) Magdeburger Verkehrsbetriebe

Hersteller

Waggonfabrik Gotha

Baujahr

1950/51

Spurbreite

1.435 mm

Maße

Länge: 10.200 mm
Breite:   2.200 mm
Höhe:    3.315 mm

Achsabstand

3.000 mm

Sitzplätze / Stehplätze

12 Sitzplätze quer und 8 längs / 41 Stehplätze

Bemerkungen

Laufgestelle der ex Serie Nr. 307 II bis 366 II 

1975 verschrottet




Bilder vom Vorbild



Beiwagen 363 III am Westring abgestellt (ca. 1972).

Quelle: Sammlung Magdeburger Straßenbahnfreunde e.V. / H. Jungbär.



Beiwagen 364 III auf der Linie 1 an der Endhaltestelle Sudenburg (Kroatenweg) ca. Anfang der 70er Jahre.


Daten der Modelle

Wagennummer

BW 360 und 363

Ausführungsvariante

Zweirichtungswagen

Baujahr

2021

Maßstab

1 : 45

Spurbreite

32 mm

Bauweise

Unikat, Einzelstück nach Zeichnungen und Fotos gebaut

Material

Wagenkasten und –boden: 3D-Druck
Laufgestell: Messing-Teile

Bemerkungen

Mit kompletter Inneneinrichtung, Innen- und Außen-beleuchtung, Doppelspeichenräder




Baubeschreibung

Die unten gezeigte (wahrscheinlich ursprüngliche) Ausführung war zum Beispiel bei den Wagen 354, 358, 360 und 363 zu finden (an Hand von Fotos belegt). Die Türen waren bis zur Oberkante der Trittstufe nach unten verlängert. Bei der anderen (wahrscheinlich späteren) Ausführung waren die Türen kürzer, so dass die Trittstufe von außen sichtbar war. Wann welche bauliche Änderung vorgenommen wurde, ist mir leider nicht bekannt.

Die beiden unterschiedlichen Bauausführungen sind oben auf den beiden Bildern gut zu erkennen.

Der Wagenkasten wird als Druckteil ausgeführt.



Unklar im Moment ist leider noch die Ausführung der Zwischenwände zwischen Perron und Fahrgastinnenraum (eine Tür mittig oder versetzt?). Ich meine sogar auf einem Foto vom BW 356 III in der Vergrößerung zwei Türen mittig entdeckt zu haben! Kann das wirklich sein?

Die Aufbauwagen der Vorserie 350 IV und 351 III und 352 III aus Werdau hatten keine (!) Zwischentüren. Bei diesen drei Wagen waren die Trennwände so ähnlich wie bei den Zweiachsern vom Typ Gotha EB 57/59 gestaltet. Außerdem war das Dach auch weiter in Richtung Fensteroberkante nach unten gezogen. Auf Grund dieses Merkmals kann man die Werdauer und die Gothaer Aufbauwagen ganz gut auseinanderhalten (es gibt noch mehr Unterschiede ...). Die Laufgestelle waren bei beiden Serien identisch.

Nur mal so zum Spaß wurde das Modell auf 1:87 skaliert. Ergebnis: es lässt sich als H0-Modell aus Resin-Harz (i.materialise) und aus Frosted Ultra Detail (shapeways) durchaus drucken. Damit wird auch im Maßstab 1:87 eine hohe Detailtreue erreicht.

Der Wagenboden wird auf dem eigenen Drucker aus schwarzem PLA hergestellt.



Links im Bild ist ein Perronteil und rechts ein Stück vom Mittelteil zu sehen. Die Teile werden später miteinander verklebt und zusätzlich geschraubt.



Die Versteifungsstege bringen zusätzliche Stabilität. Diese Leichtbauweise ist durchaus sinnvoll, um die Gewichte der Beiwagen möglichst gering zu halten.
Die mittlere Schraube wird später wieder entfernt. Diese Stelle dient der Befestigung des Laufgestells.
Die Bohrung links daneben dient der Befestigung des Wagenbodens am Wagenkasten.

Im Moment werden die Radsätze für die beiden Laufgestelle vorbereitet. Die Laufgestelle selber sind ja schon fertig. Sie sind aus geätzten Messingblechen hergestellt. Die Radlager inkl. Federung sind Messinggussteile, die passig in die Messingbleche eingesetzt und innen bündig angelötet wurden sind.



Die Radsätze sind für beide Laufgestelle fertig und eingesetzt. Bei den Laufgestellen handelt es sich um teilbare Laufgestelle. Deshalb ist das schwarze Mittelteil (3D-Druckteil) auch nur zwischen L-Profilen eingeschoben und somit wieder herausnehmbar.



Es fehlen noch die Nietenbleche und die vier Stehbolzen an den Ecken.

Die Gundierung und Lackierung der Laufgestelle ist erledigt:




(wird fortgesetzt)


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