Spurnullbahner

Gotha TW 413 + BW 509

Hier entsteht aktuell eine neue Straßenbahn-Unterseite

Gotha-Beiwagen 509 - ex. Leipzig ET 59

Bei der Durchsicht der noch vorhandenen Messingbausätze bin ich auf drei Gothawagen gestoßen. Ich finde, dass es an der Zeit ist, die noch vorhandenen Bausätze zum "Leben" zu erwecken.

Deshalb wird ein Bausatz, der eigentlich für einen Zweirichtungswagen bestimmt war, für den Einrichtungswagen 509 verwendet. Damit bekommt das fahrbereite Original ein Modell im Maßstab 1:45. Der Umbau ist zwar etwas aufwendiger, aber ein authentischer Einrichtungswagen fehlt mir noch. Ein passender Triebwagen (z. B. der TW 413) wird natürlich auch noch folgen (siehe weiter unten).

Erste Informationen sind z. B. hier zu finden: LINK

Daten vom Vorbild

Der fahrbereite Beiwagen 509 der historischen Fahrzeugsammlung der IGNah Magdeburg war ursprünglich der Leipziger Triebwagen 1322 II ex 1622 (Baujahr 1960) vom Typ ET59 (ET=Einrichtungstriebwagen).

1968 wurde er von den Leipzigern Straßenbahnfreunden an die Magdeburger Kollegen abgegeben.



(wird später ergänzt)


Bilder vom Vorbild





Daten vom Modell

Im Vergleich zu den ukr. Gothawagen-Modellen, die im Maßstab 1:43 gebaut werden, wird dieses Modell im Maßstab 1:45 gebaut. Warum das? Die Ätzplatte entstand vor der Zeit der ukr. Modelle. Damals bzw. vor dieser Zeit wurden alle (meine) Modelle, die aus Messingätzplatten entstanden sind, im Maßstab 1:45 gebaut. Auch an 3D-Druck war noch nicht zu denken. Deshalb gibt es heute diese "Vermischung" der unterschiedlichen Maßstäbe von 1:43 bis 1:45. Nicht schön, aber nicht zu ändern.

(wird später ergänzt)




Bilder vom Modell


(wird später ergänzt)






Baubeschreibung


Ziel ist es, alte Restbestände an Messingätzplatten für den Bau von weiteren Modellen zu nutzen. Wäre ja schade drum. Und da gibt es u. a. drei Bausätze für 2-achsige Gothawagen im Fundus. Es geht also mit einem Einrichtungsbeiwagen los.

Der Wagenkasten

Der Wagenkasten besteht aus den umlaufenden Seitenteilen und dem Wagenboden, der mittig wegen des Laufgestells höher gelegt wird. Oben ist der Wagenkasten offen.

Der Wagenkasten besteht im Wesentlichen aus zwei Seiten-, zwei Stirnfenster- und drei Bodenblechen. Beim Zusammenbau war ich doch positiv überrascht, dass die Teile auch an der Stirnseite im Fensterbereich passig waren. Der Bausatz ist von 2005 und ist damit über 15 Jahre alt! Da war noch alles anders und ... nein, das würde jetzt zu weit führen (eine sehr lange Geschichte ohne happyend).

Entsprechend dem Vorbild mussten auf einer Seite die Türen in Fenster umgebaut werden (oben mit einer Querstrebe). Der untere Bereich musste bündig geschlossen werden. Dann wurden die seitlichen Schilderkästen (oben zwischen Tür und den seitlichen großen Fenstern) geschlossen.

Von den Trittstufen wurde der vordere Unterzug entfernt und der hintere so verändert, dass die beiden Klappen nachgebildet werden können.

Der grundierte Wagenkasten:



An der Einstiegsseite wurde nichts verändert. Nur die diversen Blechstreifen ergänzt.




Bis zur eigentlichen Lackierung werden schon mal die Innenbauteile vorbereitet.

Für die Sitze werden modifizierte Ätzteile für den Unterbau und für die eigentlichen Sitze (Oberteile) Druckteile verwendet. Der Zufall (?) will es, dass die Teile gut zusammenpassen.





Für die Innenverkleidung an den Stirnseiten kann auf die Druckteile der anderen Gothabeiwagen zurückgegriffen werden. Sie passen super rein.



Die "Zwischenwände" werden als Druckteil hergestellt. Am Bauteil wird nach dem Druck ein 0,8 mm dicker Messingdraht für die senkrechte Haltestange angebracht. Das Sitzunterteil wird wie bei den anderen Sitzen gestaltet, damit die Sitze otpisch zusammenpassen. (Bild folgt)

Ein Dach für BW 509

Da in der Restekiste auch noch diverse LOWA-Resin-Dächer liegen, liegt es nahe, davon Teile zu verwenden. Sie müssen allerdings ein wenig angepasst werden ... trennen, schleifen, spachteln, schleifen usw.

Hier ein erstes Bild der grob vorbereiteten Dachteile (unten im Bild ist das "Trägerblech" zu sehen):



Das Dach besteht aus einem Messingblech und den Resinteilen. Auf dem Messingblech wird umlaufend ein L-Profil aufgelötet. Wahrscheinlich werden für die Linienbeschilderung Messingteile verwendet, die dann auch beleuchtet werden können. Das hat aber zur Folge, dass am Dach noch die entspr. Teile entfernt werden müssen.



Das Dachblech hat ein umlaufendes L-Profil bekommen (Maße 1 x 1 mm).



Das neue Bauteil für die obere Linienbeschilderung ist fertig gedruckt:



Es kann mit einer 3mm-LED beleuchtet werden.

Das neue Bauteil hat auch völlig andere Maße (breiter). Die verwendeten Maße wurden vom Original abgenommen und entspr. umgerechnet. Hier nur beispielhaft der Unterschied am Triebwagen dargestellt.



Erst danach werden die Dachteile aufgeklebt und fein nachbearbeitet, so dass eine gute schlüssige Form entsteht.

Die Ausschnitte für die neuen Bauteile sind vorbereitet:



Die Dachteile und die Bauteile für die Linienschilder sind aufgeklebt, gespachtelt, geschliffen und grundiert.



Für die Befestigung der Resinteile auf dem Messingblech wurde ein 2K-Kleber verwendet (hier UHU plus). Die Grundierung der Resinteile erfolgte mit Fine Resine Primer (AK1017). Den habe ich mir mal "geleistet", da es bei der Grundierung von Resinteilen gelegentlich zu Problemen kommt. Mal sehen, ob es was bringt.



Nun muss das Dach nur noch am Wagenkasten befestigt werden. Zwei Schrauben von oben? Kann man machen, aber das sieht nicht so toll aus. Es gibt da schon eine Idee ...

Beiwagen 509 mit fertigem Laufgestell:



Die halbrunden Aussparungen mussten leider um jeweils 1,5 mm nach außen versetzt werden ...



Die seitlichen Blenden müssen nur noch mit 8 M1,2-Schrauben befestigt werden. Eigentlich halten die seitlichen Blenden auch so, aber sicher ist sicher.

Mittlerweile ist das Dach des Beiwagens lackiert (Foto siehe unten). In den nächsten Tagen wird der Wagenkasten fertig lackiert.

Und das ist jetzt auch schon erledigt:





(Hinweis: Das Dach liegt nur lose auf dem Wagenkasten)





Gotha Triebwagen 413 (Typ T2-62)

Damit später mal ein Betrieb mit einem historischen Straßenbahnmodell möglich ist, muss natürlich auch noch der passende Triebwagen gebaut werden.

Daten vom Vorbild


(wird später ergänzt)


Bilder vom Vorbild







Daten vom Modell

Im Vergleich zu den ukr. Gothawagen-Modellen, die im Maßstab 1:43 gebaut werden, wird dieses Modell ebenfalls im Maßstab 1:45 gebaut.


(wird später ergänzt)




Bilder vom Modell


(wird später ergänzt)




Baubeschreibung


Der Wagenkasten für den Triebwagen 413 wurde bereits zusammengebaut und grundiert. Für den Bau wird ein Messingbausatz eines Zweirichtungswagens im Maßstab 1:45 verwendet. Besonders aufwendig ist der Umbau der Türen bzw. Fenster auf der linken Seite (in Fahrtrichtung betrachtet).

Auch der Umbau der Stirnseite (vorn) ist etwas arbeitsintensiv. Aber es wäre ja schade, wenn Details verloren gingen.



Im oberen Teil wird innen ein "Kasten" für die Beleuchtung des Richtungsschildes eingebaut (3D-Druckteil). Die Befestigung erfolgt mit Hilfe von zwei M1-Schrauben und -Muttern. Der Fahrerstand mit dem Wartburg-Lenkrad ist bereits vorbereitet (Später mehr dazu, wenn es um die Innengestaltung geht).

Der "Puffer" ist ein 3D-Druckteil. Die Stoßstangen werden aus Evergreen-Kunststoffstreifen, der Scheinwerfer wird wie bei den anderen Gothawagen aus einem Druckteil und einem Messingrohr hergestellt.



Vorher:



Nachher:



Oh! Bei dem Triebwagen muss ja noch die Vorderseite angepasst werden. Unterhalb der Stoßstange ist ja keine Lücke vorhanden. Die Blechstreifen unterhalb der Stoßstange werden auch noch ergänzt.



Auch für den Triebwagen sind die Dachteile aus Resin grob vorbereitet.



Das Dach für den Triebwagen noch ohne Aufbauten:



Die Dachaufbauten werden wie bei den anderen Gotha-Triebwagen gestaltet, um einen "Stilbruch" zu vermeiden. Eine andere Bauausführung wäre sicher möglich gewesen ...



Das Fahrgestell für den TW 413 ist fertig.



... ok, im Bild oben kann man nichts erkennen, weil das Fahrgestell bereits schwarz lackiert ist.
 
Deshalb noch ein Foto von unten:



Die beiden Faulhabermotoren vom Typ 1319 sind zwischen Wagenkasten und Fahrgestell nur geklemmt. Nur über die beiden Befestigungsschrauben wird das notwendige Zahnradspiel eingestellt. Das funktioniert so ganz gut, weil auch noch über die 4 Druckfedern an den Ecken das Fahrgestell in der richtigen Position gehalten wird.

Das Fahrgestell selbst besteht aus einem gedruckten Mittelteil und zwei seitlichen Blenden. Die Messinglager (Hülsen mit Bund) sind in die seitlichen Blenden eingeklebt.

Ein Ausbau der Radsätze ist auf Grund der geschraubten Seitenteile jederzeit möglich. Aber wann ist das schon mal notwendig?

Es geht mit der Lackierung des Daches und des Wagenkastens weiter.



Der Wagenkasten des Triebwagens mit seiner Grundlackierung in Elfenbein:






(wird fortgesetzt)

Stand: April 2020
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