Spurnullbahner

Ladegut

Ladegüter "beleben" nicht nur einzelne Modelle, sondern ganze Anlagen. Die Anwendung ist ausgesprochen vielseitig und nahezu grenzenlos. Ideen findet man zahlreich im Internet oder auf Modellbau/-bahn-Messen. Eigene Ideen sind natürlich besonders gefragt. Es gibt Firmen und Modellbauer, die sich auf Ladegüter spezialisiert haben. Hier nur drei Beispiele, die auch Ladegüter für die Spur 0 anbieten:

Ladegüter Bauer Onlineshop aus 93142 Maxhütte-Haidhof

Modellbahn-Engl aus 85716 Unterschleißheim

PAULO aus 47533 Kleve

Die Qualität ist spitzenmäßig, was natürlich auch einige Taler kostet.


W50 - Fahrerhäuser auf Holzgestell

Aus den W50-Basteleien blieben 2 gelbe Fahrerhäuser über. Was damit machen? Zuerst wurde die Farbe geändert: von Gelb in Postgrau. Dann baute ich kurzerhand zwei Holzgestelle (3 x 3 mm Holzleisten) und fertig war eine Beladung für einen Güterwagen. Da ich keinen Rungenwagen von  Lenz zur Hand hatte (125 €!), habe ich erst einmal einen offenen Gütenwagen von Pola genommen ...











Befestigt habe ich das Innenleben mit zwei kurzen Silikonstreifen und den Holzrahmen mit einer Schraube. Im  Gehäuse befindet sich innen (vorn) ein Rohr. Gewinde schneiden und fertig ist eine einfache Befestigungslösung.

Altölfässer - Ladegut für offene Güterwagen

Die Ölfässer können auf die passende Länge des Güterwagens gekürzt werden. Hergestellt im 3D-Druckverfahren aus ABS mit OLayer 0,2 mm.

Ein Satz bestehend aus 2 Teilen:


... und zusammengesetzt:


... passt!


Um die Druckzeit (-kosten) deutlich zu minimieren, wird beim nächsten Testdruck nur noch eine Stabverbindung (also keine Grundplatte mehr) verwendet.

W50 - Anhänger mit Schrott beladen

Zum Einlesen: Alterung von Schrottladungen

In einer Sammelkiste habe ich mittlerweile doch reichlich Restteile gesammelt ... immer mit dem Ziel, möglichst vorbildgerechte Schrottbeladungen für Güterwagen und Straßenfahrzeuge herzustellen. Jetzt bot sich die erste Gelegenheit, den Sammelhaufen zu dezimieren.

Schrottladung 1:




Schrottladung 2:



Die Tiefe der Schrottladung ist schon beachtlich. Zum Unterfüttern wurde eine 4 mm dicke Korkplatte verwendet. Auf ein "Ausgießen" der Lücken wurde verzichtet. Und wenn mal was bei voller Fahrt herunterfällt, dann ist es so.

Es ist noch viel "Schrott" für weitere Modelle vorhanden ... oder Material für einen mittelgroßen Schrottplatz.

W 50 - Anhänger mit Reifenladung

Reifen gibt es in zahlreichen Größen. Für die Beladung von LKW's und Anhängern stellen sie ein beliebtes Ladegut dar, weil die Ladung einfach super schnell hergestellt ist.





W50 - Anhänger mit Briketts beladen

Auch für die Spur Null gibt es mittlerweile zahlreiche Ausstattungselemente für eine Anlage wie z. B. Ziegelsteine, Pflastersteine, Kohle in verschiedenen Ausführungen, Schotter usw. Ich habe aus hunderten Briketts eine sehr schöne Hängerbeladung hergestellt ... natürlich nicht komplett aus Kohle. Zum Unterfüttern kann man unterschiedliche Materialien verwenden. Ich habe Hartschaumplatten (?) bei Modulor.de gekauft, die es in allen möglichen Dicken gibt. Man kann auch einfach Korkplatten verwenden ... da gibt es viele Möglichkeiten.



Ölfässer - Ladegut für LKW-Anhänger

Variante mit rechteckiger Grundplatte:


Variante mit Stegverbindungen (universell kürzbar):



Bildausschnitt (die Stege befinden sich nur im Fußbereich)

Ist ein Fass gezeichnet, dann ist es nur noch eine Fleißarbeit, die Fässer so anzuordnen, dass sie möglichst ohne Lücken auf die Ladefläche passen. Damit kein Fass über Bord geht (die Straßen waren ja damals wie heute nicht ohne Schlaglöcher), sind die Fässer fest mit einer (gedruckten) Platte verbunden. Heutzutage sind Fässer oft auf Paletten befestigt, um eine schnelle Be- und Entladung zu ermöglichen.





Ein Druck bei Shapeways würde ca. 43 bis 45 € kosten. Ein Druck auf meinem RepRap X350 mit Layer 0,2 mm dauert ca. 3 Stunden und 40 Minuten. Über Layer 0,1 will ich lieber nicht nachdenken. Da kann man den Preis auch verstehen. Da ist Spritzguss (Massenfertigung) doch die bessere Variante ...





Ladegut im Straßenbahngüterverkehr

Auch im Straßenbahnbetrieb gab und gibt es zahlreiche Beispiele, die zeigen, dass die Straßenbahn ein nützlicher Helfer für die Beförderung von Gütern in städtischen Regionen sein kann - umweltfreundlich und leistungsfähig zugleich.

Ein Beispiel aus der Vergangenheit stellt der PKW-Neuwagentransport innerhalb von Magdeburg dar. Auf je zwei Rahmen / Drehgestellen von Beiwagen des Typs Tatra B4D wurden zwei Plattformwagen (BW 763 und BW 766) mit umlaufender Bordwand in den eigenen Werkstätten aufgebaut. Diese Wagen waren ab 1982 zwischen dem Bahnhof Neustadt und dem IFA-Auslieferungslager in Sudenburg im Einsatz.

Wie das folgende Bild zeigt, wurden diese "Güterwagen" auch für den Transport von Ersatzteilen zwischen den Werkstätten genutzt. Hier ist der BW 763 im Einsatz.


Quelle: Magdeburger Volksstimme (31.07.82)



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