Spurnullbahner

Sonderfahrzeuge

Im Laufe der Zeit wurden immer wieder, wenn Bedarf bestand, auch ältere Fahrzeuge zu Sonderfahrzeugen umgebaut. So entgingen sie vorläufig der Verschrottung. Das fing mit den Triebwagen der ersten Serie an und endet aktuell bei den Tatrawagen.

Vorab ein Hinweis zu den Begrifflichkeiten. Egal ob man sie Hilfsgerätewagen oder Arbeitswagen oder Arbeitstriebwagen bzw. -beiwagen nennt, ich denke, dass alle Experten der Materie wissen, welche Fahrzeuge gemeint sind. Also alle Sonder- oder Spezialfahrzeuge, die nicht im Regelbetrieb zur Personenbeförderung eingesetzt waren bzw. sind.

... eine kleine Auswahl: Fahrschulwagen, Schienenschleifwagen, Turm- oder Leiterwagen, Transportwagen für Güter und PKW's, offene Loren, Werkstattwagen, Schweißgerätewagen, Hilfsgerätewagen, Unfallgerätewagen, offene und geschlossene Materialtransportwagen, Schotterwagen, Büchereiwagen, Schneepflugwagen, Schneeräumwagen, Salzstreuwagen, Salztransportwagen, Fahrleitungsrevisionswagen, Schienenreinigungswagen, Weichenspülwagen mit Wassertank, Rangierwagen, Reklamewagen, Partywagen usw.

Bei den Magdeburger Verkehrsbetrieben habe ich den Begriff "Hilfsgerätewagen" relativ häufig auf alten Fotos gefunden.

Arbeitstriebwagen 524

Arbeitstriebwagen Gotha T57/T59

Güter-/PKW-Transportwagen

Turmwagen

Lore Typ Leipzig Nr. 5542

Magdeburger Lore



Arbeitstriebwagen 524

Daten vom Vorbild

Serie

TW 1 bis 100

Straßenbahnbetrieb

Magdeburger Straßen-Eisenbahn-Gesellschaft

Hersteller

Waggonfabrik Falkenried Hamburg

Baujahre

TW 1 bis 13:     1898
TW 14 bis 92:   1899
TW 93 bis 100: 1900

Spurbreite

1.435 mm

Motorleistung

TW 1 bis 13:       2 x 21 KW („Schnellläufer“)
TW 14 bis 100:   2 x 15 KW

Elektr. Ausrüstung

TW 1 bis 92: UEG
TW 93 bis 100: AEG

Bemerkungen

Später erfolgten diverse Umbauten der Triebwagen zu Arbeitstriebwagen, Beiwagen und geschlossenen Triebwagen

Historie des TW 12

Baujahr 1898
1934 Umbau zu ATW 524, Umzeichnung zu ATW 724 im Jahr 1960
Verschrottung im Jahre 1967, bis dahin Einsatz in der Hauptwerkstatt
Alter: fast 70 Jahre

 

Bilder vom Vorbild

(leider nicht frei verfügbar)

 

Daten vom Modell

Wagennummer

ATW 524

Ausführungsvariante

Mit Scherenstromabnehmer

Baujahr

2005

Maßstab

1 : 45

Spurbreite

32 mm

Bauweise

Handarbeitsmodell, Unikat, nach Zeichnung gebaut

Material

Geätzte Messingbleche 0,4 mm dick (Fa. Seamann),
Resin/Messingblech (Dach), Messing-Drehteile

Betriebsart

Digital (DCC-Decoder von Lenz)

Antrieb

Fahrzeug ist mit einem Faulhaber-Motor ausgestattet, beide Achsen über Schneckenzahnradantrieb angetrieben

Bemerkungen

Innen- und Außenlicht (2 Funktionen einzeln schaltbar) sowie mit Zusatzfunktion zum Anschließen eines "Schweißgerätes" (Nachahmung eines Schweißgerät-lichtes)

 
Bilder vom Modell



















Zum ATW 524 würde auch gut ein alter Schweißgerätewagen passen. Ein Foto ist im Straßenbahnarchiv Nr. 7 - Arbeits- und Güterstraßenbahn-Fahrzeuge vom Transpress-Verlag (1. Auflage / 1989) auf der Seite 92 zu sehen. Der Bildtext lautet: Magdeburg - Schweißgerätewagen Nr. 740, 1960 ex Abw Nr. 540, war bis 1978 in Betrieb; Schweißgerätewagen boten - wie dieser - selten einen schönen Anblick; aufgenommen um 1975 im Straßenbahnhof Nord.

Im selben Buch ist auf der Seite 59 ein geschlossener Arbeitstriebwagen mit der Nr. 514 zu finden. Der Bildtext lautet: Magdeburg - Arbeitstriebwagen Nr. 514, gebaut 1899; 1960 in Nr. 714 umnummeriert; aufgenommen im September 1957. Für einen solchen Arbeitstriebwagen hätte ich sogar noch die geätzten Bleche und das Dach auf Lager. Oder wie unten geschrieben ... für den ATW 521.

Link der Magdeburger Straßenbahnfreunde


Für den ATW 521 hätte ich noch einen Bausatz aus Messingblech ... man beachte das Ofenrohr oberhalb des 2. Fensters von links!
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Achtung DIENSTFAHRT - Nicht einsteigen bitte!

Arbeitswagen - Link der Homepage der MVB

Anfang
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Arbeitstriebwagen Gotha T57/T59

Das Fahrgestell ist so gut wie fertig. Eins davon wird für einen Gothaer Arbeitstriebwagen verwendet. Welche Nummer wird er erhalten? Der Wagenkasten ist in der Zweirichtungsvariante vorhanden ... das könnte ein Problem sein. Gab es einen T57 als ATW in der Zweirichtungsvariante? Vermutlich NEIN. Also muss ein neuer oder umgebauter Wagenkasten her.

Der Schienenschleifwagen 705 (ex 403) ist ein umgebauter Zweirichtungswagen der ersten Serie. Der Umbau erfolgte im Jahr 1965. 1978 wurde er zum Schienenschleifwagen umgebaut, bevor er 1980 nach Potsdam ging.
Das wäre eine Option für einen Gothaer Arbeitstriebwagen. Bildmaterial ist im Netz zu finden.

Im Straßenbahnarchiv Nr. 7 (1. Aufl. Transpress-Verlag - 1989) ist ebenfalls von einem Wagen mit der Nr. 705 (IV) ein Foto zu sehen. Der Bildtext im Buch lautet: Magdeburg - Hilfsgerätewagen Nr. 705, gebaut 1960, aufgenommen im Umbaujahr 1981. Identisch ... eher nein. In der Geschichte der Magdeburger Straßenbahnen gab es ständig Umbauten und Umnummeriereungen. Um die Wagennummern auseinander zu halten, wurden von den Experten römische Ziffern den eigentlichen Wagennummern nachgestellt (zumindest in der Literatur).

Das Foto wurde vor der Hauptwerkstatt in Magdeburg-Brückfeld aufgenommen.

Oder doch lieber den ATW 702 (ex 404) nehmen? Ich denke, dass es der 702er wird. Markante Auffälligkeiten: auf der Seite in Fahrtrichtung rechts sind die drei Fenster mit Blech geschlossen wurden. Siehe z. B. HIER.

Der ex 404 gehört meines Erachtens nicht zu der Typreihe T57, sondern ist ein T59. Auf alten Fotos sind z. B. die Fenstergestaltung und auch die Maße der Fensterhöhen anders als beim T57. In der Literatur findet man leider unterschiedliche Typbezeichnungen, aber der TW 404 gehörte zu einem 3er-Los der Kleinserie 403 bis 405 lt. "Straßenbahnen aus Gotha" von P. Kalbe und H. Wiegand, die 1961 an die Magdeburger Verkehrsbetriebe ausgeliefert wurden sind. Das erscheint auch plausibel. Insofern wäre ein anderer Arbeitstriebwagen doch die bessere Wahl gewesen (zu spät!).



Für den Arbeitstriebwagen 702 wird ein gegossener Rohling verwendet (Typ T57). Allerdings ist das ein Zweirichtungswagenkasten, der einen Umbau benötigt.





Folgende Änderungen am Wagenkasten sind notwendig:

- Verschließen der 3 Fahrgastfenster in Fahrtrichtung rechts

- Umbau der beiden linken Türen --> Fenstereinbau

- seitliche Linienschilder entfernen (4 x)

- Ausschnitte für Radlager

- Bauchbinde entfernen (zumindest die untere Zierleiste ganz entfernen und die obere Zierleiste flach glätten ... das wird eine echte Herausforderung werden) ... muss man einfach mal testen, ansonsten wird eine einfachere Variante angestrebt.

- Änderung der Scheinwerfer auf Einrichtungsbetrieb (Rücklichter bleiben wie sie sind ... ohne Kompromisse geht es nicht, ich finde das so ok, wenn der Gesamteindruck darunter nicht leidet)

- hinten zwei Fenster ändern (das schmale Lüftungsfenster entfernen und das mittlere Fahrerfenster unten gerade ...)

- Dachaufbauten hinten ändern (Bügelschnur ist ja nicht notwendig)

usw.


Der Boden wurde neu gezeichnet, weil ein Umbau auf Normalspur und Einrichtungsverkehr notwendig ist. Auf Sitze wurde verzichtet. Ob der ATW 702 eine Fahrerkabine hat, weiß ich leider nicht. Ich vermute eher nein ... leider habe ich keine Innenaufnahmen gefunden. Kann da jemand helfen?



Bild oben: Bodenplatte in Fahrtrichtung rechts-oben dargestellt.

Auf der linken Seite muss eine Auskerbung (ca. 1 mm tief) bleiben, weil die Türen vom Rohling nicht komplett beseitigt werden können. Im Bild unten wurde das Teil gedreht!



Bis der fertige Druck kommt, kann man ja schon mal mit den oben genannten Arbeiten beginnen.

Die folgenden Arbeiten sind auch eine gute "Übung" für nachfolgende Projekte ... eine Art Versuchsbau in Sachen Gotha-Wagen.

Die Fenster wurden auf beiden Seiten geändert. 1. Bild zeigt die Fenster auf der linken Seite (in Fahrtrichtung). Hier wurden beim linken und rechten Fenster die Mittelstege von den oberen Fenstern entfernt.



Bild 2 unten zeigt die geänderte Fensterfront. Hier wurden sämtliche Stege entfernt. Diese Seite wird mit Blech von innen neu beplankt (geschlossen).



Bild 3 unten zeigt die Ansicht vorn



Hier wurden Durchbrüche für die Beleuchtung (Linienschild oben, Rücklichter unten und Scheinwerfer) geschaffen. Wenn man für die Rücklichter einen 1,9 mm Bohrer verwendet, dann passen kleine rote LED's von hinten gut rein. Und was auch sehr schön ist, es bleiben die "Lampenringe" gerade noch stehen, wenn man genau mittig bohrt. Am besten mit einem 1,4 mm Bohrer vorbohren.

Bild 4 unten zeigt die Rückansicht:



Die kleine Öffnung für den Scheinwerfer muss noch gespachtelt und geschliffen werden. Oben ist ein Durchbruch für das Linienschild vorgenommen wurden und die beiden mittleren Fenster wurden wie beim Beiwagen geändert (das kleine Lüftungsfenster entfernt und unten die Schräge für den Scheibenwischer entfernt). Weiterhin wurden die Durchbrüche für die Rücklichter geschaffen. Und auch die Dachaufbauten wie Bügelleine usw. wurden entfernt. Auf jeden Fall muss auch noch die Bauchbinde (unterer Zierstreifen) hinten angepasst werden.

Was noch richtig viel Arbeit machen wird, das sind die beiden linken Türen, die geschlossen werden müssen bzw. im oberen Teil ein Fenster bekommen. Auf dem oberen Bild sieht man auf der linken Seite, dass bereits der Mittelsteg der Tür entfernt wurde.

Wenn jemand denkt, dass die Änderungen in 1 ... 2 Stunden erledigt sind, der irrt mächtig gewaltig.

Mittlerweile sind die linken Türen für den zukünftigen Fenstereinbau vorbereitet. In die Lücke wird ein Bauteil, welches im oberen Bereich ein großes und kleines Fenster wie beim Original hat, eingesetzt.



Es bleibt links, rechts und oben im Fensterbereich ein ganz schmaler Steg stehen. Auf Grund der deutlich größeren Materialdicke im Türbereich empfiehlt es sich, das Material innen bis auf ein Minimum "abzutragen" ... das erfordert Geduld und Zeit.

Die beiden Einbauteile sehen in etwa so aus:



Die Vorder- und Rückfronten sind soweit vorbereitet:



Der Scheinwerfer (Messingdrehteil --> ist schnell hergestellt) ist nur provisorisch eingesetzt ... er wird später zentriert und eingeklebt. Das Material des Wagenkastens ist leider nicht lötbar oder ich habe da was falsch gemacht. Aber mit dem richtigen Kleber bekommt man quasi fast alles fest.



Auf der Rückseite wurde die Lücke zwischen dem unteren Zierstreifen geschlossen. Muss vielleicht noch einmal nachgeschliffen werden, aber so grundsätzlich hat es ganz gut funktioniert.

Beim Dachinnenleben müssen auf der einen Seite die Türkästen (Antrieb) entfernt werden. Bin noch am Überlegen, was schneller geht ... 3D-Druck oder die überflüssigen Teile mit einem kleinen Fräser per Hand entfernen.



Das neue Dach mit einigen Ergänzungen und Verbesserungen ist nun fertig gezeichnet. U. a. wurden bereits für die Innenbeleuchtung kleine "Kabelkanäle gezogen".





An den Stirnenden ist in Längsrichtung eine 3,2 mm runde Öffnung eingebracht, um eine 3 mm LED vin innen einzusetzen. Die Konstruktion ist so gestaltet, dass sowohl das obere Linienschild als auch das darunter befindliche Linienschild gleichzeitig hinterleuchtet werden können. Deshalb ist die untere Platte ein Stück offen (zurückgesetzt).


Einholmstromabnehmer für ATW 702

Ich bin mir nicht sicher, aber auch da gibt es wohl Unterschiede. Auf den Fotos, die mir zur Verfügung stehen (muss nicht aktuell sein), gibt es einen roten und einen dunkelgrauen Bügel. Ob es sich um die gleiche Bauausführung handelt, kann ich nicht wirklich beurteilen. Nun gibt es zwei Möglichkeiten ... entweder den Bügel vom NGT8D nachbauen (Teile dafür sind vorhanden) oder einen neuen Bügel konstruieren. Macht das für einen Wagen Sinn? Entscheidung offen.

Zufällig bin ich auf die folgende Seite gestoßen: Link

"... Anfang 2011 bekam er den jetzigen schwarzen Stromabnehmer vom Typ Stemmann FB500." Das ist doch mal eine perfekte Information. Damit kann man weitersuchen und sich freuen.

Der folgende Link zeigt genau den roten Stromabnehmer in einer guten Perspektive (Anfang des letzten Drittels) und weiter unten den FB500.

Link


Einen passenden Einholmstromabnehmer für die Spur 0 gibt es leider nicht zu kaufen ... auch bei der Fa. Sommerfeldt nicht. Da kommt man nicht um einen Eigenbau herum.



Der Stromabnehmer ist bis auf die Lackierung schon mal fertig. Er wird unter Verwendung von 4 Isolatoren (Fa. Sommerfeldt) dann zum Schluss auf dem Dach mit M1-Schrauben befestigt.

Ein Testaufbau ist auf jeden Fall zu empfehlen. In dem Zusammenhang werden auch gleich die vier Bohrungen für die spätere Befestigung mit erstellt.



Die fehlenden Teile für den Wagenkasten sind eingetroffen. Es kann also weitergebaut werden.

Die drei rechten "Fensterbleche" wurden schon einmal eingepasst. Sie sind 2-Zehntel zu breit. Das kann schnell in der Zeichnung geändert werden. In der Tiefe werden sie auch geringfügig vergrößert (auch 2-Zehntel) ... dann sollte alles noch besser stimmig sein. Damit ist die rechte Seite des Wagenkasten komplett fertig.



Die Änderung des Bodens sieht an den Türen jetzt so aus:



Hier sind keine Änderungen notwendig.

Der schwierigste Part kommt noch mit der Schließung der beiden linken Türen.

Die Druckteile für das Verschließen sind gut passgerecht, aber leider sind die beiden Zierstreifen ca. 0,5 bis 0,6 mm zu tief angeordnet. Im Bild sind sie nicht zu sehen, weil sie sich auf der Rückseite befinden. Hier muss nachgebessert werden.

Was ist zum Fensterrahmen zu sagen? Das ist schon alles sehr dünn, passt aber gut rein. Die Türen sowie auch die Fenster haben mitunter abweichende Maße. Ohne Nacharbeit kommt man hier nicht klar.



Messingätzteile sind sicher auch eine gute Wahl. Hier sieht man auch noch, dass das neu eingebaute Fenster deutlich schmaler ist. Das kann leider bei diesem Wagenkasten nicht ohne größeren Aufwand geändert werden.

Die Dachverkleidung innen hatte ich größer scaliert drucken lassen, weil ich auch schon schlechte Erfahrungen gemacht habe, dass die Teile nach dem Druck kleiner ausfielen. Ja und wenn man genau damit rechnet, passiert dieser Effekt nicht. Aber kleiner machen geht ja (fast) immer. Nach dem Anpassen auf Maß sitzt das Dachinnenleben ganz gut.



Das Dachinnenleben könnte man im Prinzip fest einkleben, Aber wenn es doch mal wieder raus soll, warum auch immer, dann wird es problematisch. Im Normalfall reicht es aus, wenn Dachaufbau und und Dachinnenverkleidung einfach mit 2 Schrauben verbunden werden (möglichst unauffällig). Und wenn dann noch die 4 Trennwände mit den Sitzen seitlich mit wenig Klebstoff befestigt werden (da ist mir noch keine andere Idee gekommen), dann ist alles im grünen Bereich. Die vier Trennteile wurden links und rechts mit Schlitzen versehen. Hier hat eine Fräse von Proxxon gute Dienste getan. Das könnte eventuell für die Befestigung der Scheiben nützlich sein. Ist ein Versuch. Das Einkleben von Fensterteilen aus Acrylplatten ist immer etwas schwierig. Nimmt man zu wenig Klebstoff, hält es nicht. Nimmt man zu viel, dann entstehen unschöne Klebstoffflecken.



Einbau eines Kastens für die Beleuchtung des Schildes "Dienstfahrt" (vorn). Die Beleuchtung erfolgt durch eine 3 mm LED, die sich im Dach befindet.



Stück für Stück werden immer mehr Teile fertig. Der Fahrer bekommt einen "Luxussitz" als Ausgleich für seinen schweren Job.



Der Dachaufbau wird nicht auf dem Dach fest verklebt, sondern lösbar mit zwei M1-Schrauben mit dem Wagenkasten verschraubt. Die Schrauben wurden vom Kopf befreit und anschließend eingeklebt.



Damit der ATW 702 kein "hohler Vogel" wird, hat der Tischler schon mal einen massiven Schrank für Werkzeug, Wagenheber usw. hergestellt und angeliefert. Er wird in Fahrtrichtung rechts aufgestellt (auf der Seite mit den geschlossenen Fenstern).



Bei der Erstellung des E-Planes ist mir die Idee gekommen, auch die beiden Rundumleuchten mit einzubeziehen. Hierfür eignen sich idealerweise 3 mm LED's in der Farbe Orange. Die kann man sogar auch als blinkende Version kaufen. Muss man nicht, weil der Gold-Lenz-Decoder diese Funktion mitbringt. Dann ist es auch Geschmackssache, ob man eine Standard-LED oder eine abgeflachte LED verwendet.

Bei Reichelt-Elektronik habe ich diese Sonderform gefunden. Ein Abstrahlwinkel von 100° könnte eine gute Wahl sein.



Jetzt habe ich gerade feststellen müssen, dass ich das Teil, wo hinten die Bügelleine herauskommt, hätte gar nicht entfernen müssen. Beim Original wurde es einfach auf dem Dach belassen. Ich vermute ohne Funktion.

Es stockt ein wenig. Hatte leider vergessen, dass ich noch einige ABS-Profile für die linke Seite des Wagenkastens benötige. Die habe ich HIER bestellt. Maße ab 0,3 x 0,8 mm.

Inzwischen sind schon einige Teile lackiert.





Im Bild oben sind auch schon die Öffnungen für die beiden Rundumleuchten zu erkennen ... zumindest die auf der linken Seite.

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Ein Testeinbau des Fahrgestells in den Wagenboden brachte eine verblüffende Erkenntnis. Die Motorbefestigung mit Hilfe von Klemmbacken ist nicht zwingend erforderlich. Eine Anpassung des Wagenbodens im Bereich der Öffnungen für die beiden Motoren kann idealerweise dazu  führen, dass der Wagenboden die Motoren so einklemmt, dass sie quasi ohne andere Hilfsmittel richtig positioniert sind und auch in der richtigen Position bleiben.



Update v. 28.12.18: Die Bodenplatte wird nach der neuesten Zeichnung noch einmal angefertigt und ausgetauscht, weil das Fahrgestell einfach zu weit unten herausschaut.



Die restlichen "Streifenbleche" sind aufgeklebt.



Was ich nicht verstehe ... bei den ukrainischen Modellen sind unterhalb der Fensterholme senkrechte Rillen vorhanden. Warum? Dort gehören doch dünne Blechstreifen drauf. Dünne ABS-Streifen mit einer Dicke von 0,3 mm tun es auch.



Nun kann der Wagenkasten entfettet, grundiert und anschließend lackiert werden. Das Dach ist sorgfältig abzukleben, damit die Lackieruung keinen Schaden nimmt.



Der Wagenkasten wurde mit Chaos Sprühgrundierung weiß (in Wirklichkeit ist sie hellgrau) grundiert. Im Vergleich zu anderen Produkten, die man in Modellbaufachgeschäften bekommt, ist diese Grundierung für nahezu alle Materialien verwendbar, trocknet sehr schnell, trägt sehr fein auf und ist im Preis/Menge-Verhätnis fast unschlagbar (mein Tipp!). Zum Beispiel hier erhältlich: Modellbau-König. Oder wenn vergriffen HIER.



Der Wagenkasten wird mit einer seidenmatten Farbe von Belton (Typ Molotow Premium DARE orange light Art. Nr. 327 184) lackiert. Optional kann noch eine glänzende Klarlackversiegelung folgen. Diese sollte aber auch von Belton sein.

Die Belton-Farbe trifft die Vorbildfarbe nach meiner Ansicht sehr gut. Bild unten: Farbfläche vom Vorbild.



Für das Lackieren der Wagenkästen habe ich ein einfaches Teil gebastelt. Man könnte auch einen Holzhammer kaufen und ihn auf Maß zusägen.



Der "Hammer" passt mit etwas Luft in jeden Wagenkasten der Spur 0. Beim Lackieren können die Teile schnell und einfach um 360° gedreht werden. Auch eine leichte Neigung ist überhaupt kein Problem.







Die Lackierung der "Fenstergummibänder" ist eine echte Herausforderung. Da braucht man viel Zeit, Geduld und Übung. Ohne Abkleben kaum möglich. Microbrush und kleinste Pinsel sind zwingend notwendig.





An dieser Stelle muss man die ukrainischen Modellbahnbauer positiv erwähnen. Die Farbgebung ihrer Modellbahnfahrzeuge ist wirklich sehr gut.

Es macht Sinn, dass auch schon einmal die oberen Schilder eingeklebt werden, weil diese später nach dem Einbau der Dachinnenverkleidung nicht mehr so einfach zugänlich sind. Hier wurde das rote "D" für Dienstfahrt vom Vorbild übernommen.



Die LED's für die Wageninnenbeleuchtung und die Beleuchtung der Dienstfahrt-Schilder wurden komplett in die Dachinnenverkleidung integriert. Auf Grund des zusätzlichen Einbaus der beiden Rundumleuchten auf dem Dach  musste ein wenig improvisiert werden, damit LED's und Drähte sich nicht in die Quere kommen und ein Kurzschluss alles zunichte macht. Also die Verdrahtung im oberen Teil des Wagenkastens ist abgeschlossen. Es folgt die Verdrahtung im unteren Teil (Frontscheinwerfer und die Rücklichter vorn und hinten). Zum Schluss werden alle Kabel mit dem Decoder, der fest seitlich im Wagenkasten eingebaut wird, verbunden bzw. Vorwiderstände zwischengeschaltet.

Der Verdrahtungsplan des ATW 702:



Welche SMD's werden verwendet? Für die Wageninnenbeleuchtung wurden SMD's vom Typ PLCC4 verwendet (PLCC2 geht auch). Sie sind noch so groß, dass man sie ohne größere Probleme löten kann. Für die Beleuchtung der Schilder "D" und "Dienstfahrt" können diese oder auch kleinere wie z. B: SMD's 0603 verwendet werden. Sollten die Winzlinge 0603 verwendet werden, dann sind verdrahtete SMD's zu empfehlen. Für die Rücklichter werden rote LED's mit einem Kopfdurchmesser von max. 1,9 mm verwendet. Bei Völkner aind z. B. diese im Sortiment: Vishay TLUR2401 LED bedrahtet Rot Gewölbt 1.9mm 1.6 mcd 20° 20mA 2V. Deutlich preiswerter sind diese HIER. Allerdings muss man 1000 Stück davon kaufen! Wer will das schon.

In den letzten Tagen wurde die (obere) Verdrahtung und der Einbau der Leuchtmittel vorgenommen. Einige Restarbeiten sind noch offen. So z. B. der Einbau des Decoders und dessen Anschluss. Es ist ratsam, immer wieder einzelne Stromkreise zu testen. Hierfür ist ein handelsüblicher LED-Tester ein gutes Hilsmittel. Ich hatte das Pech, dass sich leider zwei Kupferlackdrähte nach dem Einbau in die Dachinnenverkleidung gelöst hatten. Hier waren dann Nacharbeiten notwendig. Aber jetzt ist alles hübsch.

Jetzt kann es an die Verglasung des Wagenkastens gehen, bevor dann die letzten Arbeiten an der Verdrahtung folgen werden.

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Ein erster Lichttest:



Decoder und Vorwiderstände befinden sich im Wageninneren und zwar unterhalb der linken Fensterfront (in Fahrtrichtung betrachtet).



Morgen werden noch die Rundumleuchten am Decoder angeschlossen. Das Innenlicht muss noch etwas gedimmt werden. Aber ansonsten schon als erstes Ergebnis ganz gut. Es ist immer wieder eine echte Geduldsarbeit, bis alle Drähte untergebracht und auch richtig angeschlossen sind.

Auch die Verglasung des Wagenkastens braucht viel Geduld ... besonders vorn und hinten muss alles passig sein (Rundfenster). Und hässliche Klebestellen sollten unbedingt vermieden werden. Wäre ja schade um die ganze Arbeit.

Bis auf vier Drähte ist jetzt alles verkabelt (rot, schwarz, grau und orange). Wenn diese Drähte, die vom Fahrgestell kommen, auch noch mit dem Decoder verbunden sind, dann kann ein finaler Licht- und Fahrtest auf dem Rollenprüfstand stattfinden.

Auf Grund der Beleuchtung des Wagens mussten die Bauteile des Fahrerstandes im nicht sichtbaren Bereich deutlich ausgefräst werden (vorher zusammensetzen und dann über Kopf einsetzen und festkleben). Die alte Befestigungsart auf dem Bodenteil ist auch wegen der drei LED's im Fahrerstand (unten) nicht möglich. So wurde auch das hintere Einbauteil mit dem Handbremshebel fest in den Wagenkasten eingeklebt. Lediglich der Fahrersitz wird auf der Bodenplatte befestigt.

Auch die Verglasung ist jetzt komplett fertig.





Zwischenfazit: dieser Umbau hat viele Erkenntnisse für Gotha-Folgeprojekte gebracht.

Was muss eigentlich noch erledigt werden? Also wie gesagt, die restliche Verdrahtung, dann die Türklinken, Spiegel und Scheibenwischer, Fahrzeugnummer, Stromabnehmer und einen Fahrer organisieren. Was vergessen?

Es geht in die finale Endphase.

Bei den Spiegeln habe ich kurz überlegt, ob ich einfach andere dran baue, habe mich aber dann doch für die Variante des Vorbilds entschieden. War jetzt kein großer Aufwand. Als Ätzteil wäre es natürlich deutlich einfacher gewesen.



Die rot-weiße Warnmakierung (Decals) ist bei TC-Modellbau bestellt, kam leider heute nicht mit der Post mit. Schade. Die Türklinken und der Scheibenwischer sind ergänzt. Der Stromabnehmer auf dem Dach fest verschraubt, die Wagennummer ist seitlich und hinten angebracht und ein Fahrer ist auch schon da.

Dann wurde noch wie beim Vorbild ein Teil von der ehemaligen Kabinenverkleidung fest eingebaut.

Heute sind nun endlich die Warnbalken in rot-weißer Optik eingetroffen.





Da die Spiegel und der Stromabnehmer bereits montiert sind, muss man ab jetzt höllig aufpassen, dass da nichts abbricht. Das Modell sieht doch wirklich wie das Vorbild aus - innen wie außen - oder?


Quelle: T. Herrlich

Also fertig zur Probefahrt.



Update vom 10.02.19: der ATW 702 hat einen neuen Wagenboden bekommen. Diese Weiterentwicklung hat auch neue Erkenntnisse für weitere Verbesserungen gebracht, die für weitere Gotha-Wagen Anwendung finden werden.





Die beiden Filme sind nur mal so schnell mit dem SmartPhone gemacht, um einen Eindruck zu bekommen, wie der Wagen auf dem Testkreis so fährt.

Im folgenden Film wurde mit Hilfe einer Spezialkupplung der ATW 702 mit den beiden Gotha-Beiwagen verbunden. Auf der einen Seite der Kupplungsverbindung ist eine (elektr.) Kupplung von BEMO und auf der anderen Seite eine Standardkupplung von ROCO verbaut. So kann der ATW die beiden Gothaer Beiwagen abschleppen. Ok, der Abstand ist natürlich zu groß, aber das kann man ja noch ändern.



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Die Lackierung des Wagenkastens

Wer nicht selbst mittels Spraydose oder Kompressor und Pistole spritzen will, wird sich wohl einen Dienstleister suchen müssen. Ich habe ein wenig Recherche betrieben, wobei ich keine Preise und auch keine Bewertungen vornehmen kann und werde, außer ich habe es irgendwann einmal selbst getestet.

Hier einige Links:

modelllackierung.de


kiss-modellbahnservice.com

MBA-Pirovino

Michael Kreise Dresden (Fa Model Railroad Works)
Emerich-Ambros-Ufer 68
01159 Dresden
Tel. 0174-6068514

MaLe Atelier Marina Lernhart (auf der Seite bitte nach unten scrollen)
Sandstrahlen - Spritzen - Beschriften - Montage

DEMKO Modellbahn

Langer Modellbau

Axel Schnug
 
RC Airbrush (für Kunststoffmodelle)

Airbrush-Modellbau (Oberhausen)

Phantasos (Hamburg)

WARHAMMER (Hamburg)

Für Speziallackierungen von Modellautos gibt es zahlreiche Künstler im Netz ... da kommt man echt ins Staunen.

Tipps zum Lackieren findet man im Internet zu Hauf. Ich finde diese Seite ganz gut: HIER

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Güter-/PKW-Transportwagen

Geplant ist der Bau eines PKW-Transportwagens auf Basis eines Tatra-Beiwagens. Diese Wagen sind in Magdeburg mit den Nummern 763 und 766 im Einsatz gewesen, um insbesondere PKW's von der Entladestelle am Bahnhof Neustadt zum Auslieferungslager in Magdeburg Sudenburg zu transportieren. Bildmaterial findet man dazu u. a. im Buch: Klaus Günther, Magdeburger Straßenbahnen, Verlag Schweers + Wall, S. 60. Ansonsten ist es sehr schwer an Fotos und Dokumentationen zu kommen.

In der Magdeburger Volksstimme erschien am 31.07.82 ein Artikel über den Gütertransport mit umgebauten Tatra-Beiwagen.

Tatra-Triebwagen mit Transport-Beiwagen 763 vor dem Magdeburger Hauptbahnhof:



... und wenn ich mich nicht täusche, dann steht noch ein Wagen auf dem Außengelände des Hannoverschen Straßenbahnmuseums (31319 Sehnde-Wehmingen, Hohenfelser Straße 16) hinter hohem Unkraut "versteckt". Die aktuelle Fahrzeugliste weist den Beiwagen 766 unter Magdeburg aus. Ist er noch da?

Es gab noch einen zweiten Beiwagen auf Basis eines B4D-Fahrgestells mit der Nummer 763. Ein Foto im Buch von Klaus Günther - Magdeburger Straßenbahnen - auf der Seite 60 zeigt beide Beiwagen 763 und 766 - beladen mit sechs fabrikneuen Trabbis - auf dem Weg nach Sudenburg ins Auslieferungslager.

Für den Nachbau sind Fotos und Maße notwendig. Deshalb wurde das HSM wieder einmal besucht. Nach 2 Std. Suche an einer völlig falschen Stelle wurde die im "Urwald" abgestellte Lore 766 (ex. Magdeburg) doch noch von mir gefunden. Eine kleine Auswahl an Fotos findet sich unter Fotogalerie. Die Aufnahmen von unten sind hier nicht dabei, weil sie eher dem Nachbau dienen.



Der Zustand der Auto-Lore ist leider so, dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit irgendwann nicht mehr zu retten ist. Und so traurig und hart die Wahrheit ist, dieses Schicksal wird den meisten Fahrzeugen ereilen, die auf dem großen Freigelände ohne jeglichen Schutz oder in den zahlreichen "Hallen", die sich rund um die Fahrstrecke befinden, abgestellt sind. Gefühlte 100 Fahrzeuge. Die Sammlung ist enorm groß (der Besucher sieht nur einen Bruchteil). Auch der Bestand an fahrtüchtigen Fahrzeugen ist positiv hervorzuheben.
Fairerweise muss man sagen, dass es schlicht und einfach am Geld und an den personellen Kapazitäten fehlt. Ein harter Schnitt wäre aus meiner Sicht notwendig. Konzentration auf erhaltenswürdige (noch rettbare) Fahrzeuge und eine konsequente, wenn auch schmerzhafte Trennung von Fahrzeugen, die in den nächsten 100 Jahren nicht gerettet werden können. Vielleicht wäre es eine Überlegung wert, sich ausschließlich auf Fahrzeuge der Hannoverschen Straßenbahn (plus nahen Umkreis von x km oder nur Fahrzeuge aus Niedersachsen oder Norddeutschland oder ...) zu konzentieren. Damit fahren andere Vereine sehr gut. Aber das wäre ein tiefgreifender Paradigmenwechsel.



Der Wagenkasten besteht im Wesentlichen aus Blechen und unterschiedlichen Metallprofilen (L- und U-Profile).  Es ist zu vermuten, dass aber zusätzliche Träger eingezogen wurden sind. Unterhalb des Wagens ist auf jeden Fall ein zusätzlicher Unterträger zu sehen. Ein weiters typisches Merkmal sind die 3 untergebauten Kästen (mittig zwischen den Drehgestellen). Die Drehgestelle stammen von einem B4D.

Die beiden Wagen waren für den Transport von 3 Trabbis ausgelegt (siehe Skizze). Fotos mit anderen PKW-Typen sind mir leider bis heute nicht untergekommen.

Die untere Trägerkonstruktion sieht nach meiner Auffassung wie folgt aus (Zwischenstand, ist nur eine erste Skizze! ):



Die Lage der Träger in der Mitte sind nicht zu 100% gesichert. Die Fotos von der Unterkonstruktion zeigen meiner Auffassung nach eine Neukonstruktion von sehr unterschiedlichen Trägern ... ich denke, dass kein Unterbau von einem B4D verwendet wurde. Hier nur eine kleine Auswahl an Fotos:















Was mir auch noch aufgefallen ist ... trotz der wenigen Fotos, die zum Abgleich zur Verfügung stehen, .... die Wagen sehen teilweise anders aus. Entweder war das von Anfang an so oder es wurden nachträglich Umbauten vorgenommen. Ob die Länge dabei unverändert blieb? Mal haben die Wagen 13 U-Profile an der Außenwand/Längsseite und mal sind es sogar 14 U-Profile (Wg. 766 in Sehnde). Dann ist die Höhe der Außenbordwand unterschiedlich!?

In den nächsten Tagen wird eine Zeichnung für eine Messingätzplatte für den Wagen 766 entstehen. Ich hoffe, dass die Teilelänge von ca. 290 mm keine Probleme bereitet.

Die Teile für die Ätzplatte sind gezeichnet:



Die Lücken sind mit anderen Teilen gefüllt. Die gelben und die lilafarbenen Flächen/Linien werden halbseitig geätzt. Die gelben auf der Vorderseite und die lilafarbenen auf der Rückseite. Jetzt müssen noch die Vorlagen für die Filme erstellt werden (Vorder- und Rückseite).

Mittlerweile ist die Zeichnung um Teile für die beiden Drehgestelle ergänzt wurden (im unteren Viertel der Zeichnung zu finden). Die Drehgestelle werden aus Ätzteilen, Messingprofilen und 3D-Druck-Teilen zusammengesetzt.

Die eigentliche Schienenbremse wird als 3D-Druck hergestellt. Die Zeichnung:



In die Bohrungen für die Aufhängung der Schienenbremse kann einfach ein Draht oder eine metrische Schraube eingesetzt werden.

Das zweite Ergänzungsteil für die Ätzteile ist auch druckbar:



Die gedruckten Teile:



Zur Überprüfung der Maßhaltigkeit und Optik werde ich auch noch eine Zeichnung im STL-Format erstellen. Sie wird etwas anders aussehen, weil hierfür keine Ätzteile verwendet werden.



Das Drehgestell für den PKW-Transportwagen ohne Radsätze:



Testweise habe ich die Datei bei shapeways.com hochgeladen und das Teil ist mit zwei Materialien druckbar (FUD und FED). Ob das Material das Gewicht des Wagenkastens aushält, ohne sich zu verformen? Wahrscheinlich ist es ratsam. unten auch noch einen oder zwei Querträger einzuziehen, auch wenn das beim Vorbild nicht so ist. Ich denke, dass eine Verbindung unter den Radachsen am wenigsten auffällt.



Die fertigen (modifizierten) Druckteile:



Die beiden Querträger sind nach innen verschoben, so dass eine sehr hohe Stabilität erreicht wird. Die mittige Zapfenaufnahme hat auf beiden Seiten einen Verbindungssteg zum Rahmen bekommen. Die beiden Zurüstteile (Schienenbremse usw.) werden in die beiden "Kammern" von oben eingesteckt.

Hier wurden testweise Bauteile vom B4D eingesetzt. Die richtigen Teile (ohne Bremsmagnet) müssen erst noch gedruckt werden. Aus Einzelteilen (siehe weiter oben ... die ersten Anfänge) wurden komplexe druckbare Zurüstteile. Das Drehgestell kommt mittlerweile mit ganz wenigen Teilen aus.



Die vier Horizontal-Bohrungen für die Aufnahme der 3 mm Achsen werden auf 3,1 mm aufgebohrt (wurde in der letzten Zeichnung gleich geändert).

Aktuell sind die Radsätze in Vorbereitung (04.02.19). Die Radscheiben inkl. Radblenden sind vorbereitet (identisch mit den T4D- und B4D-Rädern). Die Achsen sind fast fertig ... müssen nur noch auf beiden Seiten um gekürzt werden (von 46 auf 36,4 mm Gesamtlänge).

Das Ausdrehen erfolgt mit einer Spanneinrichtung von fohrmann (eigentlich für H0-Räder gedacht), die speziell für die Radscheiben von QCaeCompany ausgedreht wurde. Die Radscheiben "schnackeln" perfekt ein.







Das Einpressen der Achsen in die Radscheiben (Isolierbuchsen) muss mit hoher Sorgfalt erfolgen, damit hinterher nichts "eiert". Das Presswerkzeug von fohrmann habe ich mit einem selbst entwickelten Zusatzteil (3D-Druck) versehen. Damit funktioniert es sehr gut.



Bild unten: ein erster Testzusammenbau des Drehgestells für die Magdeburger PKW-Lore. Es fehlen noch die Schutzbleche. Auf Grund der Materialdicke und der schwierigen Platzverhältnisse können diese allerdings nur angedeutet werden. Ein Schutzblech, welches auch über den Spurkranz geführt wird, sehe ich eher nicht. Das erfordert bestimmt noch einige Tüftelarbeiten ...



... und das Teil rollt super. Musterbau fertig! 

Hier noch als Zeichnung das finale Zurüstteil für die PKW-Lore:



Im letzten Schritt wurden die Radblenden und die Isolierbuchsen an die Radscheiben von QCarCompany angepasst. Die Radscheiben müsen auf der Vorderseite mit einer Tiefe von 0,7 mm und einem Durchmesser von 14,0 mm ausgedreht werden. Radscheiben und Isolierbuchsen werden als 3D-Druckteile hergestellt. Die Isolierbuchsen müssen immer an die Dicke der Radscheiben angepasst werden! Das gilt auch für die Maße der verwendeten Achsen.



Die Maße der Achse bei Verwendung der dünnen Radscheiben von QCarCompany [nur 3,35 mm dick]:



Bei dickeren Radscheiben (3,5 mm bis 4,0 mm) sind die Maße der Isolierbuchsen und Achsen entspr. anzupassen.



Die Isolierbuchsen (blau) ragen ca. 1 mm aus der Radscheibe auf der Außenseite heraus. Das hat den Hintergrund, dass die Radscheiben innen eine Bohrung haben und genau auf das Stummelende der Isolierbuchse passen (aufgedrückt werden).



Der Abstand zwischen den Radscheiben laut Norm 310 von MOROP soll zwischen 28,8 und 29,1 mm liegen. Hier liegt er bei 29,2 mm (Ring der Isolierbuchse mitgerechnet). Das ist aus meiner Sicht in Ordnung, weil ja auch die Radscheiben in der Dicke geringer ausfallen. Lässt man die Radscheiben in Deutschland anfertigen, dann würde ich auch andere Maße wählen. Bedeutet aber auch, dass alle anderen Teile angepasst werden müssen, was jetzt kein größeres Problem darstellt. Ich würde wahrscheinlich auf 3,5 bis 4 mm Radscheibendicke gehen, auch wenn die Norm 310 von 4,3 bis 4,5 mm ausgeht. Suche gerade nach den Maßen von Finescale-Rädern ... kann da jemand helfen? Die Firma Slater's hat z. B. Räder mit einer Dicke von 3,4 mm.

Von der Spur H0 abgeleitet ergibt sich folgende Daumenrechnung: Finscale H0 hat 2,2 mm Raddicke. Die Norm sagt im Mittel 2,8 mm. Das sind rund 20 % weniger. Bei der Spur 0 sagt die Norm im Mittel 4,4 mm Raddicke. Das mal 0,8 gerechnet ergibt einen Wert von 3,5 mm. Darunter sollte man sicher nicht gehen. Also 3,5 bis 4,0 mm ist eine gute Spannbreite.

Gesamtzeichnung mit Schutzblechen (Stand 07.02.19):



Explosionszeichnung:



Nun muss ich nur noch die richtigen Zurüstteile bekommen und dann sind die Drehgestelle fast fertig.





Der Wagenboden mit den vielen Profilen (Unterseite) ist fertig. Ein Tag Arbeit. Das Zuschneiden und Entgraten der unterschiedlichen Profile und schließlich der Einbau braucht alles seine Zeit.







Als nächstes werden die Bordwände mit den vielen U-Profilen an der Seite fertiggestellt (oh muss ich erst noch bestellen). Dann folgen die drei untergebauten Kästen, die Aufnahme für die Kupplungen und noch einige Kleinteile usw.





Es geht gut voran.



Auch die Gestaltung der Rückseite des Wagens ist interessant:



Ob man wirklich ohne Klappe gefahren ist? Die gelben Vorlegekeile sind schon fertig.

Zu den drei Kästen: in Fahrtrichtung links befindet sich ein längerer Kasten so ca. 50 x 50 cm im Querschnitt. Auf der anderen Seite sind zwei kleinere Kästen, einer davon mit einer leicht geneigten Klappe an der Vorderseite.





Im linken Kasten waren meines Erachtens elektr. Bauteile (inkl. Batterie?) eingebaut. Jedenfalls weist ein entspr. Schild darauf hin.

Dann wurde der Wagen mittig durch einen Unterzug verstärkt:





Der Unterzug zur Versteifung der Wagenkonstruktion ist angebracht.

Bei den Radabweisern (jeweils in Fahrtrichtung einer vor dem Drehgestell) kam mir eine neue Idee. Aus einem Reststück von einem Fahrradschlauch habe ich 3 mm breite Streifen ausgeschnitten. Diese werden an der Unterkante der Radabweiser mit einer kleinen Überlappung am Messingblech aufgeklebt (erst nach dem Lackieren des Wagens). Das wirkt ziemlich echt.



Für die Unterlegkeile ist das 0,6 mm Blech leider ein wenig zu dick. Es geht, aber es ist nicht ideal. Da werde ich ich mir was anderes einfallen lassen. Erstaunlicherweise klemmen sie richtig gut auf dem 2 x 2 mm Winkel fest.



Die Ausführung beim Vorbild ist schon mächtig gewaltig.



Die drei Bordwände sind am Wagenboden befestigt:



Die drei Kästen unterhalb des Wagenbodens sind jetzt auch angelötet:



Die Rückseite hat eine herausnehmbare Bordwand bekommen (wird von oben eingesteckt). Weiterhin sind zwei Bleche für die Aufnahme der Rücklichter am Rahmen befestigt.



Zwei Dinge fehlen noch, die aber erst nach der Lackierung angebaut werden: die seitlichen Lampen und die Wagenstützen (beidseitig hinten angebracht).



Die Wagenstützen sind provisorisch unterhalb der äußeren Längsträger eingesteckt. Sie werden erst nach der Lackierung des Wagens richtig befestigt.



Das neue Zurüstteil mit Schienenbremse ist von shapeways geliefert und sieht jetzt so aus:



Der große "Deckel" über dem mittleren Federblock wurde jetzt konisch ausgearbeitet. Daran befestigt ist jetzt ein Gestänge. Dann wurde der Bremsmagnet entfernt. Am Bauteil müssen nur noch die Verbindungsstege entfernt und entgratet werden. Dann folgt die finale Lackierung und der Einbau.

Der Wagenkasten und die Zurüstteile wurden hellgrau lackiert. Noch schnell ein Foto zu später Stunde mit Blitzlicht fotografiert. Nun muss die Farbe mindestens 24 Stunden austrocknen.



Bis auf die Wagenbeleuchtung und die Verdrahtung ist der PKW-Transportwagen fertig.



Oh ... der steht ja falsch herum. Nein, er wird gerade rangiert und auf ein anderes Gleis umgesetzt.



Von oben sind die Vorlegekeile gut zu erkennen, damit sich die kostbare Ladung nicht selbstständig macht.

Hier ein kleines Video von einer Testfahrt mit ATW 702:



Die PKW-Lore wird auf jeden Fall noch hinten beleuchtet. Die LED's sind schon eingebaut. Zur Stromversorgung werden erstmalig 2 Knopfzellen mit je 3 Volt Spannung und ein Micro-Schalter unterhalb des Wagens eingebaut. Die Teile sind bestellt. Wenn da, dann geht es weiter.

(Fortsetzung folgt)


Drehgestell aus Messing-Ätzteilen

Eine erste Skizze zeigt die Bauteile:




Der Rahmen besteht im Wesentlichen aus nur 5 Ätzteilen und 1 Profil (4 Teilsegmente). Er ist so konzipiert, dass er für Trieb- und Beiwagen verwendet werden kann.

Die Ätzplatte für 2 Drehgestelle (Zeichenvorstufe):



Wie immer sind die Lücken aufgefüllt. Als Material wird Messing in mit einer Dicke von 0,6 mm gewählt.

Hinweis: Teile dieser Beschreibung werden demnächt umziehen. Dann neu zu finden unter "Strassenbahnen - T4D - Drehgestell".

Die Ätzplatten sind fertig. Das erste Bild zeigt die Ätzplatte für zwei Drehgestelle. Das untere Bild zeigt die Bauteile für den Aufbau der Güterlore (Ladefläche).






Eine Vertiefung ist leider auf der Grundplatte abhanden gekommen.

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Turmwagen

Ein Turmwagen (Turmlore 761) mit einem umgebauten Fahrgestell vom Beiwagen 261 (ex TW 6 der Teil-Serie 1 bis 13 aus dem Jahre 1898, im Herrenkrug aufgenommen).



Ein weiteres Foto findet sich auch im Buch von Klaus Günther - Magdeburger Straßenbahnen - auf der Seite 142.

Und auch im Straßenbahnarchiv Nr. 7 - Arbeits- und Güterstraßenbahn-Fahrzeuge vom Transpress-Verlag auf der Seite 130. Der Bildtext lautet: Magdeburg - Turmwagen Nr. 761; 1952 aufgebaut; 1960 ex Abw Nr. 561; aufgenommen am ... Olvenstedter Platz.

Im aktuellen Fahrzeugbestand befindet sich immer noch die Turmlore Nr. 761, allerdings hat sie zwischenzeitlich ein neueres Laufgestell erhalten.

Ein Fahrzeug, welches unbedingt als Modell gebaut werden sollte. Welche Variante ist noch offen. Tendenziell sehe ich aber eher den obigen Wagen als Modell, weil ich hierfür die Teile des Laufgestells noch im Bestand habe.


Das Laufgestell entstand aus einem Laufgestell von einem Gothaer
Beiwagen (in der Länge gekürzt).


Rechts im Hintergrund ist der Beiwagen 300 in der "falschen" Zwischenlackierung.




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Lore Typ Leipzig Nr. 5542

Neulich bin ich doch über eine Lore gestolpert, die relativ einfach nachzubauen geht ... zumal ich ja schon die Laufgestellblenden vom Gotha-Triebwagen habe. Diese müssen nur gekürzt und ein wenig angepasst werden. Es handelt sich um eine Lore der Leipziger Straßenbahn, die früher in Berlin im Einsatz war.




Quelle: R. Güttner mit freundlicher Genehmigung (siehe auch www.l-nv.de). DANKE!

Im Straßenbahnarchiv 7 vom Transpress-Verlag  (Arbeits- und Güterwagenfahrzeuge) 1. Auflgae von 1989 ist auf der Seite 208 eine Lore mit einem anderen Fahrwerk abgebildet. In der Bilderklärung heißt es dazu: "Leipzig - Lore mit Bremserstand zum Transport von Fahrmotoren, Achsen usw. Die Loren Nr. 5541 - 5550, gebaut 1946/48 auf ex U-Bahn-Drehgestellen, wurden 1957 von Berlin übernommen und 1975 umgebaut (Typ 56); aufgenommen im umgebauten Zustand von 1975."

1. Wagenkasten