Spurnullbahner

Strab-Bauteile

Straßenbahn - Bauteile - Übersicht



1. Stromabnehmer Typ 1 (ältere Bauart)
2. Stromabnehmer Typ 2 (SS 48)
3. Stromabnehmer Typ 3 / Einholmstromabnehmer für T4D
4. Lyra-Stromabnehmer
5. Dachwiderstände
6. Albertkupplung
7. Kupplungsverlängerung
8. Zahlbox
9. Achslager
10. Doppelspeichenrad 17 mm und Lagerbuchsen
11. Faltenbalg für NGT8D
12. Schnecken und mehr
13. Praktische Bauteilkennzeichnung
14. Tür-Griffstangen
15. Türklinke
16. Dachscheinwerfer
17. Signalglocke
18. Schienenbremse
19. Übersicht Radsätze
20. Gotha-Radscheibe
21. Fenster



Eine sehr gute Übersicht über technische Begriffe im Zusammenhang mit Straßenbahnen findet man bei der IGNah Magdeburg oder im Straßenbahn-Archiv Nr. 1.

1. Stromabnehmer Typ 1 (ältere Bauart)


Vorbild:



Modell:



Das Zusammensetzen und Löten der 4 Hauptrohre bereitet ein wenig Probleme. Deshalb habe ich mir hierfür eine Lötvorrichtung angefertigt. Es ist sehr wichtig, dass die Rohrprofile absolut im rechten Winkel, eben und in gleichen Abständen zusammen gesetzt werden.

Da die Bügel in der Regel etwas höher angebaut werden (ca. 3 bis 4 mm oberhalb der OK vom Dach), ist eine "Unterfütterung" notwendig, damit die Funktion nicht beeinträchtigt wird. Dazu habe ich folgendes Bauteil in 2 Größen (Höhen) gezeichnet und gedruckt. Das Bauteil wird komplett durch das mittige Bodenblech des Bügels abgedeckt. Zwei schmale Stege links und rechts halten den Bügel in Position.


Zugfedern für Bügel

Für die Bügel werden oben Micro-Zugfedern benötigt. Die sind nicht ganz preiswert. Soll heißen, dass man sich Zeit nehmen muss, um durch Preisvergleiche nicht zu viel zu bezahlen. Hier findet man auch Zugfedern mit einem Außendurchmesser von nur 1,6 mm.

Natürlich hat auch die Fa. Sommerfeldt Federn für Bügel. Unter Ersatzteile suchen ... Bevorzugt habe ich die Zugfeder 1 x 8 mm (früher Artikel-Nr. # 39, jetzt leider nur noch 1 x 5,5 mm lang unter Artikel-Nr. # 39) und die Zugfeder 1,5 x 18 mm (Artikel # 43) verwendet.
Leider wird diese Feder mit einer Länge von ca. 14 mm verschickt. Keine Ahnung, warum die Maße nicht stimmen. Also zurück damit. Schade eigentlich, weil der Preis ok war .... . Für die längere Feder nehme ich jetzt eine 20 mm lange Zugfeder von Märklin mit der Artikel-Nr. 765520.

Nur was mich immer wieder ärgert, das sind die hohen Versandkosten für extrem kleine und leichte Teile, die locker in einen kleinen Briefumschlag passen. Muss das wirklich sein? Da fühlt man sich irgendwie abgezockt. Firmen bekommen doch sicher Rabatte von den Versandfirmen oder? Und außerdem gibt es das Einwurfeinschreiben. Damit klappt der Versand mind. zu 99,999%. Da sollten die Firmen einmal drüber nachdenken.

Die Zeichnung für die Ätzplatte für die Bügel

Die Rückseitenzeichnung mit den Verbindungsstegen:



Nun könnte jemand sagen, warum sind denn da so große Lücken. An den filigranen Bügelteilen andere Teile abtrennen und dann die Reststege beseitigen, kann richtig nervig sein. Davon rate ich weitestgehend ab. Lieber so und die Stege sind von vornherein sauber.

Ätzplatte: 0,5 mm Messingblech.

Die unteren Holme sind in der Zeichnung nicht enthalten. Hier wird 0,8 mm Messingdraht verwendet. Damit die Teile gleiche Geometrien haben, ist eine einfache Lehre sehr hilfreich.

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2. Stromabnehmer Typ 2 (SS 48)


Vorbild:



Modell:

links: Rohbau und rechts: lackiert


Für diesen Typ habe ich eine Urform (rechtes Teil im Bild) für die unteren "Arme" des Stromabnehmers hergestellt und die Teile gießen lassen. Links unten ist ein fertiges Gussteil zu sehen. Allerdings ist ein Guss aus Weißmetall nicht ganz so stabil, lässt sich aber leichter nachbearbeiten, weil das Material weicher ist. Es ist schon in Ordnung, aber ein Messingguss wäre schon noch qualitativ hochwertiger!



Ein Bügel der Einheitsbauart auf dem Hechttriebwagen Nr. 70:



Hier eine einfachere Ausführung:



Bild unten: Die finale Version aus 2018. Die Holme sind etwas filigraner ausgeführt. Die oberen Ende mit den Bohrungen haben abgerundete Ecken. Der Aufnahmezapfen für die Zugfeder in der Mitte wurde ebenfalls abgepasst und um 30° gedreht.



Grundplatte mit "Scheren":



Die Bügelgrundplatte hergestellt im 3D-Druckverfahren (Layerhöhe 0.1 mm, Material: PLA grau))











Angaben nach bestem Wissen (also ohne Gewähr).

Hat jemand Maße vom T4D-Einholm-Stromabnehmer? Oder vom Gotha-Triebwagen? Ich würde mich sehr freuen. Muss ich wohl bald mal wieder nach Magdeburg fahren. Zollstock nicht vergessen!

Fazit: Eigentlich braucht man nur wenige Teile, um einen Scherenstromabnehmer herzustellen:

- zwei gegossene Unterarme (-holme)
- Messingdraht in den Stärken 0,5 und 0,8 mm
- eine Zugfeder ca. 2 x 20 mm und zwei sehr kleine Zugfedern (ca. 1,6 x 8 mm), letztere leider sehr preisintensiv
- einen Unterbau (3D-Druckteil), damit der Stromabnehmer einen Mindesabstand zum Wagendach bekommt (für die richtige Funktion notwendig)
- eine M2-Schraube (Befestigung auf dem Wagendach)
- und noch einige wenige Ätzteile (Bild unten)

Die Zeichnung für einen Bausatz (Ätzteile) in 0,5 oder 0,6 mm Stärke:



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3. Stromabnehmer Typ 3 / Einholmstromabnehmer für T4D


Vorbild:



Bild oben: einer der beim T4D verwendeten Standard-Einholmstromabnehmer. Schätzungsweise wurden ca. 3 verschiedene Bauformen verwendet (je nach Baujahr) ... vielleicht auch mehr, wenn man die heutigen modernen Bauformen von der Fa. Stemmann.

Modell (Einholmstromabnehmer auf einem NGT8D montiert):



Die Maße vom Einholmstromabnehmer musste noch einmal überprüft werden. Die zwei wichtigsten Maße sind die des unteren und oberen Holmes (gemessen von Drehpunkt zu Drehpunkt: unten 35,5 mm und oben 43,0 mm.
Ein Stromabnehmer, den es so nicht gibt: oberes Teil vom T4D und unteres Teil von einem Stemmann-Stromabnehmer.

Das ist nur eine Testzeichnung, um Klarheit über Funktion und Maße zu bekommen.



Die blauen Teile wurden zusätzlich eingebaut. Dabei handelt es sich um eine Klemmvorrichtung, damit der Stromabnehmer auch wie beim Vorbild im abgesenkten Zustand bleibt.

Vom Einholmstromabnehmer ist die Grundplatte inkl. Festklemmvorrichtung fast fertig (einer für den ATW 702 und einer als Muster):




Die Klemmen wurden aus Federbronze hergestellt, die an den oberen Enden zu einer Art Öse geformt wurden. Nun werden die unteren und oberen Holme angefertigt.

Eigentlich war die Idee, den unteren Holm oben und unten zu durchbohren. Das Material ist zu hart ... diverse Bohrer sind abgebrochen und im Material steckengeblieben. Auch ist ein genaues senkrechtes Durchbohren fast unmöglich. Dumm gelaufen!

Jetzt werden die Teile nur noch ca. 1,5 mm tief auf jeder Seite angebohrt. Die Befestigung erfolgt dann mit einem Rundstab aus Messing (0,8 bzw. 1,0 mm), der dann später, wenn alles fertig ist, von außen angelötet wird. Eine M1-Schraube oder ein (gekürzter) gedrehter Niet in der passenden Größe geht natürlich auch.

Habe jetzt mit den speziellen Bohrern von GHW erneut unter Hinzugabe von Schneidöl gebohrt und das funktioniert ganz gut. Allerdings braucht es Zeit. Es darf nur mit sehr geringer Kraft gebohrt werden!

Im Bild oben ist noch eine kleine Lehre für den Zusammenbau des unteren Holms aus 2 mm Messingrohr zu sehen ... falls mir die Gussteile ausgehen. Auf Grund der neuen Maße musste sie ein wenig verlängert werden. An den kurzen Ende wird auch noch von unten ein U-Profil 1,5 x 3 mm (besser 1 x 3 mm) angelötet, dann haben die zu verbindenden Teile die selbe Höhe ... ist mir gerade aufgefallen.

Bis auf einige Restarbeiten sieht der Einholmstromabnhmer jetzt so aus:



Der finale Zusammenbau wird vielleicht morgen erfolgen .... Dann wird auch noch die Wippe an den Enden gebogen. Es fehlen auch noch zwei dünne Stangen (Kuppelstange und Palettenführung). Danach werden die Lötstellen feingeschliffen und der Bügel in Spiritus oder Aceton entfettet.





Was sind so die größten "Probleme" beim Bau gewesen? Einmal das Bohren des unteren Holms, weil es sich hierbei um ein Gussteil handelt und relativ kleine Bohrer verwendet werden. Hier ist Geduld gefordert. Dann die richtige Zugfeder finden ... gemeint sind eher weniger die Maße, sondern die passende Federkraft. Die Feder darf nicht zu straff, aber auch nicht zu weich sein. Das dritte Thema ist die obere Steuerungsstange. Es ist gar nicht so einfach, sie so anzubringen, dass auch die Mechanik, also auch die richtige Bewegung der Wippe beim Aus- und Einfahren des Stromabnehmers gut funktioniert.
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4. Lyra-Stromabnehmer




Als geätztes Messingteil ist es sofort für den Einbau fix und fertig. Nur das "Schleifstück" habe ich aus optischen Gründen verstärkt.

Die Bauteile im Überblick (Kopie von Zeichnung):



Es stehen zwei Größen zur Auswahl. Der linke Stromabnehmer ist ca. 64,5 mm hoch und der rechte ca. 67,3 mm. Er soll für einen Triebwagen der Schönebecker Vorortbahn verwendet werden. Allerdings liegt der Bausatz seit einiger Zeit im Schubkasten, weil immer wieder andere Projekte dazwischen kommen.

Der folgende Prototyp ist sogar drehbar mit einer Arretierung. Eigentlich sollten zwei kleine Federn den Stromabnehmer in die richtige Position bringen. Das hat aber nicht geklappt. Aus der Not heraus wurde Federdraht verwendet und siehe da, es funktioniert sehr gut. Zur Auswahl hatte ich Federstahldraht mit 0,3 und 0,5 mm Durchmesser. Je nach Auswahl wird eine unterschiedliche Neigung hervorgerufen. Bei dem folgenden Modell wurde 0,3 mm Draht verwendet.

Das Modell ist drehbar gebaut ... im nachhinein ist das gar nicht erforderlich, weil der Stromabnehmer auch so schwenkbar ist, wenn es keine starre Oberleitung gibt.

Was man noch machen könnte, das ist eine Versteifung des Stromabnehmers im unteren Bereich oder man verwendet einfach dickeres Messingblech (z. B. 0,6 mm).



Das Unterblech zur Befestigung des Stromabnehmers auf dem Wagendach kann man natürlich den jeweiligen Anforderungen anpassen.


5. Dachwiderstände

Für die TW 15 und 23 werde ich erstmalig eine Imitation der Dachwiderstände verbauen. Bisher hatte ich keine Idee, wie man die annähernd echt nachbilden könnte. Die Teile sind bereits mit TurboCad gezeichnet und an Shapeways übertragen. Ich lasse sie in zwei Materialvarianten drucken: frosted ultra detail und frosted extreme detail. Der Preis für 16 Segmente liegt bei ca. 14 € bzw. 18 €. Ein Satz sollte für 8 Modelle reichen. Preis-Tipp: Sonderaktionen nutzen!

Auf jedem Segement befinden sich 13 "Isolatoren" (paarweise). Die Segmente sind kürzbar.
Die Maße sind: L x B x H = 28 x 7,7 x 2,2 mm.



Die gedruckten Teile:


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6. Albertkupplung

Eine Albertkupplung hergestellt aus geätzten Einzelteilen:


Ich denke, dass hier ein Gussteil oder ein Teil aus einem 3D-Drucker die bessere Lösung darstellen. Das Thema wird nicht weiter verfolgt, weil die meisten meiner Straßenbahnmodelle eher eine elektrisch leitende Kupplung von BEMO bekommen werden.



7. Kupplungsverlängerung

Um die handelsüblichen BEMO-Kupplungen (elektrisch leitend) für die Spur 0 verwenden zu können, müssen sie um ca. das Doppelte verlängert werden. Hier die bisherige Variante unter Verwendung von Messingprofilen und -blechen:





Es folgt eine 3D-Zeichnung .... in der letzten (auch in PLA druckbar) Variante:



Und dann das Bild vom gedruckten Teil ...



Ein erster Probedruck auf dem RepRap X350 zeigt das obige Bild (Material: PLA Grau, Düse 0,4 mm, Layerhöhe 0,2 mm). Natürlich habe ich gleich zwei Dutzend davon gedruckt ... Ich denke, dass das zukünftig die finale Lösung sein wird. Nur das Material wird dann wahrscheinlich ABS Schwarz sein.

Die neue Kupplungsverlängerung für die Gotha-Wagen (Variante 1 und 2)



Die 2. Variante (rechts im Bild) ist so ausgeführt, dass bei Einsatz einer elektr. Kupplung (z. B. von BEMO) die beiden Drähte durch die seitlich angebrachten Verlängerungen durchgeführt werden können.

Die Variante 1 wurde erstmalig bei den Gotha-Beiwagen als 3D-Druckteil eingesetzt:



Die Kupplungsverlängerung ist sowohl für die elektr. Kupplung von BEMO als auch für H0-Kupplungen für Normschächte gut einsetzbar.




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8. Zahlbox

Zahlbox Typ 1


1965 wurde der schaffnerlose Fahrbetrieb (OS-Betrieb = ohne Schaffner) auf den Magdeburger Straßenbahn-Linien 1, 10 und 11 eingeführt.

Eine Original-Zahlbox, wie sie in den Magdeburger Straßenbahnen lange im Einsatz war:





Das Modell:

Der Grundkörper ist ein Messinggussteil. Das Befestigungsrohr (Zahlboxhalter bzw. auch wegen der Form auch "Haarnadel" genannt), die Grundplatte und der Zahlboxhebel sind geätzte Messingteile. Die rote Drehscheibe im Innern der Zahlbox kann durch einen Papieraufdruck imitiert werden.



Die Zahlbox ist auch als 3D-Druckteil herstellbar:

Die Zeichnung sieht dann so aus:



Zur Befestigung wird ein Bügelständer aus Messing (Ätzteil) verwendet. Dafür sind seitlich links und hinten entspr. Aufnahmeteile vorgesehen. Je nach Befestigungsart kann dann ein Befestigungsteil (im Bild unten grau dargestellt) abgeschliffen werden.



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9. Achslager

Achslager für TW der Serie 1 bis 23 II bzw. BW der Serie 278 bis 302
Die Ur-Modelle aus Messingätzteilen und einem Drehteil (Lager) zusammengesetzt:



Vorbild Variante 2: 


Ein Bild vom Abguss:



 Radlager Gotha-Wagen

Bild vom Vorbild:



Die Zeichnung vom Lagerdeckel:



Radlager komplett:



Nicht sichtbar: die 2,1 mm Bohrung (Tiefe = 4,0 mm).

Das Lager kann mit Lagerbuchsen von Bastel-Dehs bestückt werden. Sie sind vor dem Einbau allerdings auf 4 mm zu kürzen.

Bei dieser Variante wird das Radlager fest mit der Fahrgestellblende verbunden (siehe unter Straßenbahnen / TW Gotha T59).


 

Radlager für LOWA-Wagen




Die Radlager können in Bezug auf die Verwendung / Einbauart jederzeit modifiziert werden. Die obige Zeichnung stellt lediglich eine mögliche Variante dar.
 


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10. Doppelspeichenrad 17 mm und Lagerbuchsen

Ein Bild vom Vorbild:




Da es Speichen- bzw. Doppelspeichenräder mit einem Laufkranzdurchmesser von ca. 17 mm (für Straßenbahn-Modell interessant) praktisch nicht gibt, ist eine Sonderanfertigung unausweichlich. Zunächst muss eine CAD-Zeichnung erstellt werden. Den Anfang macht ein Doppelspeichenrad, damit ich meine Modelle der Serie TW 1 bis 100 umrüsten kann.



Mit Hilfe des CAD-Zeichnung wird ein Urmodell gefertigt. Erst danach kann die Gießform hergestellt werden. Sie besteht aus zwei Teilen. Mittig unterhalb des Radabdruckes ist deutlich der Gießkanal zu sehen.





Nach dem Herstellen der Gießform können die Teile gegossen werden (Neusilberguss). Ob eine Nachbearbeitung auf einer Drehbank notwendig ist, wird sich zeigen, wenn die Teile von der Feingießerei Crottendorf geliefert sind.



... ich denke, dass eine Nachbearbeitung der Radlauffläche und des Radkranzes notwendig ist. Wegen der Isolierung der Radachsen (beidseitig) wurde der Innendurchmesser entsprechend groß gewählt (3 mm). Die Lauffläche ist sehr glatt, was mich positiv überrascht hat.

Für die Doppelspeichenräder werden Isolierbuchsen ohne Bohrung angefertigt. Warum? Die Bohrungen können nachträglich entsprechend der jeweiligen Achsenform ausgearbeitet werden. So bleibt man flexibel.


 


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11. Faltenbalg für NGT8D

Schon zu Zeiten der „frühen“ Märklin-Bahn gab es Bestrebungen, Faltenbalge der Originalbahn bei Modellen der Spur 0 und 1, später auch bei den kleineren Spuren, nachzubilden. Zur Anwendung kam oft ein einfaches Rechteckformat. Die Materialien waren Stoff und bei anderen Herstellern auch mal Papier, welche später durch Plastikteile ersetzt worden sind.

In meinem Fall lag das Problem aber ganz woanders. Der Faltenbalg des NGT8D hat im oberen Bereich eine Besonderheit in der Konstruktion.

Beim Original (Foto unten) sieht man, dass man mit der Rechteckform nicht klar kommt (Dach!):


Das Vorbild



Ansicht von oben und Bild unten
Ansicht von der Seite



Die Lösung ...

Aus "zwei mach eins" lautet hier die Devise. Eine besondere Herausforderung war die Entwicklung einer voll funktionsfähigen "Ziehharmonika". Auf Grund der sehr engen Gleisradien auf meiner Anlage, musste das Material sehr dünn sein, aber dennoch langlebig und voll funktionfähig.

Laut Zeichnung sollte der Faltenbalg in der Seitenansicht ungefähr so aussehen:



Was man hier nicht sieht, ist die spezielle Form! Im Original handelt es sich nicht um eine einfaches Rechteck, sondern um eine Sonderbauform. Nur über diverse Versuche bin ich zur Lösung gekommen.
 
Im ersten Ansatz war der Faltenbalg zu kurz, im zweiten Ansatz zu lang.





Das ging ja gar nicht. Wie man im folgenden Bild erkennt, müssen im Dachbereich diverse Kabel von Wagenteil zu Wagenteil geführt werden. Deshalb gibt es hier eine Art Aussparung, die der normale Betrachter von der Straße aus so gar nicht sehen kann. Also Probieren geht über Studieren, sagte ich mir.



In der folgenden Skizze kann man gut erkennen, dass ich aus 2 Einzelteilen einen Faltenbalg hergestellt habe, der von der Form genau passte. Oben im Dachbereich wurde ein U-förmiges Teil eingesetzt. Die Lösung find' ich gut.



... jetzt mussten die Teile nur noch hergestellt werden.

Handelsübliche Produkte waren nicht verwendbar. Zunächst habe ich dünnes Papier im Drucker hellgrau "eingefärbt". Das Papier habe ich an einen Modellbahnfreund (Herr Liebsch aus Hormersdorf)